Gersfeld - 09.01.2014Biosphärenreservat Rhön

Überprüfungsbericht für Biosphärenreservat Rhön als Broschüre verfügbar

Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön Karl-Friedrich Abe, der Leiter der bayerischen Verwaltungsstelle Michael Geier, der Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle Torsten Raab, Brita Krämer vom Thüringer Umweltministerium, Peter Stühlinger vom hessischen Umweltministerium, …., Bertram Eidel von der Regierung von Unterfranken sowie …. (von links).

Zukunftsschwerpunkte für alle Bereiche der Region festgelegt

RHÖN. Der Evaluierungsbericht, also der Bericht zur periodischen Überprüfung des Biosphärenreservats Rhön, liegt nun in Form einer Broschüre vor. Sie ist in den Informationsstellen des Biosphärenreservats Rhön sowie in den drei Verwaltungsstellen in Oberelsbach, auf der Wasserkuppe und in der Propstei Zella erhältlich.

Der Evaluierungsbericht wurde von Prof. Dr. Eckhard Jedicke, Mitglied des Beirates des Biosphärenreservats Rhön, in enger Zusammenarbeit mit den drei Verwaltungsstellen erarbeitet und im Frühjahr 2013 an das deutsche Nationalkomitee für das Programm der UNESCO „Der Mensch und die Biosphäre“ übergeben. Inzwischen hat das Nationalkomitee eine Stellungnahme dazu an die UNESCO in Paris abgegeben – diese wird im Sommer 2014 endgültig über die weitere Anerkennung der Rhön als Biosphärenreservat der UNESCO entscheiden.

Wesentlicher Bestandteil des Evaluierungsberichtes ist die Tatsache, dass es in allen drei Teilen des Biosphärenreservats Rhön gelungen ist, das Kernzonendefizit zu beseitigen. In der bayerischen Rhön beträgt der Anteil an Kernzonen nun 3,92 Prozent, in Hessen 3,21 Prozent und in Thüringen 3,0 Prozent. Damit liegt das Biosphärenreservat Rhön mit insgesamt 3,43 Prozent Kernzonenanteil etwas über dem national geforderten Mindestkriterium von 3,0 Prozent.

Der Evaluierungsbericht geht auch auf verschiedene Projekte von Naturschutz und Landwirtschaft ein wie das Naturschutzgroßprojekt „Thüringer Rhönhutungen“, das Grünlandprojekt Rhön, den Holunderanbau für Bionade oder das Projekt einer gentechnikfreien Anbauregion. Auch die Forstwirtschaft, der Handel und das Gewerbe werden im Überprüfungsbericht beleuchtet. Eine zentrale Rolle spielt die Dachmarke Rhön als Regionalmarke, bei deren Entwicklung die drei Verwaltungsstellen des Biosphärenreservats Rhön auch zukünftig unterstützend tätig sein wollen.

Als Zukunftsschwerpunkte sieht das Biosphärenreservat Rhön in den kommenden zehn Jahren die Entwicklung erneuerbarer Energien, die Zusammenarbeit mit Unternehmen der Region und den Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung sowie die Kommunikation. Darüber hinaus sollen die Forschung und das Monitoring noch professioneller und zielgerichteter als bisher unterstützt werden. Das Biosphärenreservat Rhön will sich demnach auch den Themenbereichen demografischer Wandel sowie Erhaltung der Artenvielfalt besonders annehmen und in erster Linie ein neues Rahmenkonzept erarbeiten.

09.01.2014

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