Gersfeld - 07.01.2014Biosphärenreservat Rhön

Außenbeleuchtung ja – aber wie ist sie vernünftig?

Die Musterlichtstraße der RhönEnergie in Fulda diente jetzt dazu, um interessierten Bürgern das Thema einer vernünftigen Außenbeleuchtung nahe zu bringen.

Gute Resonanz auf Veranstaltung des Biosphärenreservats Rhön

RHÖN. Das Thema Energie spielt im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön eine wichtige Rolle. In diesen Bereich fällt auch die öffentliche Außenbeleuchtung – gerade vor dem Hintergrund, Teile des Biosphärenreservats Rhön als internationalen Sternenpark auszuweisen. Es geht zum einen um Einsparung und Effizienz, aber auch um die Belange der Umwelt, der Gesundheit und des Artenschutzes.

Ein großer Teil der nächtlichen Außenbeleuchtung entfällt auf die Beleuchtung von öffentlichen Straßen und Wegen. Die Kommunen, die hierfür zuständig sind, müssen alle sparen. Aber die Außenbeleuchtung unterliegt auch festen Regeln, die bei allem Sparwillen zu beachten sind. Generell besteht zwar keine Beleuchtungspflicht, wenn aber beleuchtet wird, muss die Beleuchtung den Richtlinien entsprechen.

Für einen praxisbezogenen Einblick in dieses Thema hatte das Biosphärenreservat Rhön jetzt in die Musterlichtstraße der RhönEnergie in Fulda eingeladen. Hier konnten sich die Gäste an ganz praktischen Beispielen ansehen, welches Potential moderne Außenleuchten bieten. Viele Interessierte waren gekommen, um mehr über Energieeffizienz in der Außenbeleuchtung zu erfahren.

Über verschiedene Modellberechnungen stellt beispielsweise ein Planer fest, wie viele Leuchten für eine ausreichende Beleuchtung benötigt werden. Damit die Beleuchtung effizient aber auch zielgerichtet erfolgt, stehen für die Umsetzung verschiedene Lichttechniken, aber auch unterschiedlich aufgebaute Leuchtentypen zur Verfügung. Mit der richtigen Auswahl können eine gute Ausleuchtung und der sparsame Umgang mit Energie in Einklang gebracht werden.

Weil das Biosphärenreservat Rhön als Sternenpark ausgewiesen werden soll, ist eine gute Außenbeleuchtung mit wenig Abstrahlung in den Nachthimmel von besonderer Bedeutung. Umweltfreundliche Beleuchtung bedeutet nämlich auch, dass nicht nur die Straßen und Gehwege gut und energiesparend ausgeleuchtet sind. Gute Beleuchtung heißt auch, dass möglichst wenig unerwünschtes Licht auf Häuser und den Nachthimmel abstrahlt. Zudem gibt es Beleuchtungstechniken, die durch ihre Lichtfarbe weniger negative Auswirkungen auf die Umwelt haben.

Nach dem Einführungsvortrag gab es die Gelegenheit, die Leuchten im Außenbereich zu begutachten. Im Betriebsgelände der RhönEnergie sind insgesamt 14 verschiedene Leuchtentypen aufgebaut. Die Gäste konnten bei einem Rundgang durch drei verschiedene Aufbausituationen interessante Eindrücke mitnehmen: Die Wirkung der verschiedenen Beleuchtungstechniken wurde ebenso demonstriert wie die verschiedenen Lichtfarben. In der Muster-Anliegerstraße konnten sich die Teilnehmer an der Ausleuchtung der benachbarten Gebäudeflächen ein Bild über die Abstrahlung in die anliegenden Grundstücke machen. Der Musterpark dient aber nicht nur Demonstrationszwecken. Hier werden auch praxisnahe Daten zur Lebensdauer der verschiedenen Leuchtentypen gesammelt, um Daten für eine nachhaltige und wirtschaftliche Lösung zu gewinnen.

Die Idee zu regelmäßigen Veranstaltungen im Bereich Energie entstand 2010 im Rahmen eines Modellprojektes des Bundesamtes für Naturschutz. Das Projekt wurde von Astrid Schäfer aus Hofbieber koordiniert. Aus dem Projekt sind zahlreiche Kontakte zu Anbietern und Interessenten hervor gegangen. Seit dieser Zeit werden deshalb die Kooperationsveranstaltungen regelmäßig angeboten. Auch 2014 wird sich das Biosphärenreservat Rhön im Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung wieder verschiedenen Energiethemen widmen. Die Termine sind bereits in Vorbereitung und können im gedruckten Jahreskalender des Biosphärenreservates und auf der Homepage www.brrhoen.de eingesehen werden. Um einen kompakten Überblick über alle Bildungsveranstaltungen im Bereich Energie zu geben, wird auch im nächsten Jahr wieder ein Flyer bei allen Gemeinden und den Infozentren des Biosphärenreservates ausliegen.

07.01.2014

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