Gersfeld - 11.12.2013Biosphärenreservat Rhön

Wetterschutzhütten werten HOCHRHÖNER auf bay. Seite vier neue Hütten errichtet / Förderung durch EU

RHÖN. Im bayerischen Teil der Rhön konnte jetzt das Projekt der Regionalen Arbeitsgemeinschaft (ARGE) Rhön, neue Wetterschutzhütten für Wanderer entlang des HOCHRHÖNER aufzustellen, abgeschlossen werden. Auch in der hessischen Rhön stehen die neuen Schutzhütten inzwischen. In Thüringen werden die Arbeiten bis zum Herbst 2014 beendet sein.

Auf bayerischer Seite war der Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. für die Umsetzung des Projekts der ARGE Rhön verantwortlich. „Die Hütten wurden am HOCHRHÖNER dort errichtet, wo der Abstand zur nächsten Unterstellmöglichkeit oder Ortschaft bislang zu groß war“, sagt der Geschäftsführer des Vereins, Klaus Spitzl. Als Standorte wurden der HOCHRHÖNER zwischen Premich und Frauenroth, zwischen Langenleiten und Premich, zwischen Langenleiten und dem Kreuzberg sowie zwischen Oberweißenbrunn und dem Kreuzberg ausgewählt.

Die Hütten wurden im Rahmen des Leader-Programms der Europäischen Union gefördert – die Gesamtkosten beliefen sich auf 49 000 Euro. Der Projektträger Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. erhielt hierzu eine 60prozentige EU-Förderung und eine Finanzierung durch die ARGE Rhön, in der die fünf Rhönlandkreise Bad Kissingen, Fulda, Rhön-Grabfeld, Schmalkalden-Meiningen und Wartburgkreis vereint sind. Wenn das Projekt der ARGE Rhön beendet ist, werden insgesamt zwölf neue Wetterschutzhütten entlang des Rhöner Premiumwanderweges Rast- und Informationsmöglichkeiten bieten. Mit einer Länge von über 180 Kilometern verbindet der HOCHRHÖNER die beiden Kurstädte Bad Kissingen in Bayern und Bad Salzungen in Thüringen und führt die Wanderer dabei in zwei Alternativschleifen über die markantesten Ausflugsziele der Rhön.

„Ein Premiumwanderweg braucht gute Infrastruktureinrichtungen. Wenn die Qualität eines solchen Weges stimmt, haben wir mit der touristischen Vermarktung ein echtes Pfund, mit dem wir wuchern können“, meinte der stellvertretende Vorsitzende der ARGE Rhön, Bad Kissingens Landrat Thomas Bold, als die Wetterschutzhütten offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden.

An den einzelnen Hütten wurden auch verschiedene Informationstafeln angebracht, um über die Besonderheiten der jeweiligen Umgebung zu informieren. In Premich geben sie beispielsweise Aufschluss über den Salzforst, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete der Rhön. Andernorts wird die Rhöner Holzschnitzkunst oder die Entstehungsgeschichte der so genannten Walddörfer dargestellt.

Der Geschäftsführer der Tourismus GmbH Bayerische Rhön, Michael Pfaff, wies darauf hin, dass auch weiterhin in den HOCHRHÖNER investiert werden müsse, um die Attraktivität des Weges zu sichern. „Es gilt, Pflege und Qualität des HOCHRHÖNER weiter auszubauen“, hob Pfaff hervor. Die Konkurrenz sei bundesweit schließlich sehr stark und habe aufgeholt. Was die Pflege betrifft, so sei der Rhönklub dabei der wichtigste Partner. Daher werde die ARGE Rhön den größten Länder übergreifenden Verein in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 40 000 Euro unterstützen, damit dieser weiterhin sowohl in den HOCHRHÖNER als auch in sein eigenes rund 6 000 Kilometer langes Wanderwegenetz investieren kann, hieß es.

11.12.2013

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