Gersfeld - 13.12.2012Biosphärenreservat Rhön

Ein edles Produkt aus der Bad Salzunger Soleluft

Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bad Salzungen Daniel Steffen, Brenner Adolf Keller aus Ramsthal, die stellv. Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön Hannelore Rundell sowie die Geschäftsführerin der Rhönbrauerei Kaltennordheim Christel Reukauf (von links).  

Ein neuer „Rhöner Gradierbrand“, diesmal aus der Südthüringer Kurstadt

BAD SALZUNGEN. Gut neun Monate reifte an der Decke des Gradierhauses in Bad Salzungen ein Fass mit Dinkelbrand in der salzhaltigen Soleluft. Jetzt wurde es abgehängt und der Brand neu abgefüllt. Der Gradierbrand aus Bad Salzungen ist bereits der dritte Brand, der von der Kleinbrennerkooperation innerhalb der Dachmarke Rhön veredelt wurde.

Im dichten Solenebel wanderte der Rhöner Schnaps vom Holzfass in ein Transportgefäß, und schon beim Einatmen der salzigen Luft konnte man sich gut vorstellen, dass hier etwas ganz Edles abgefüllt wird. Besonders ist die Entstehung dieses Getreidebrandes, wie die stellvertretende Geschäftsführerin der Dachmarke Rhön, Hannelore Rundell, weiß. „Durch die Mineralisierung mit Sole hat sich eine feine Whiskeynote in den Brand eingenistet. Nun soll er von seinen kräftigen 50 Alkoholvolumenprozent in der Kleinbrennerei Keller im bayerischen Ramsthal auf leichter trinkbare 38 Prozent gebracht werden“, erklärt sie. Dazu wird dem Brand destilliertes Wasser zugeführt.

Der Brand, der in dem Eichenfass zum edlen Tropfen wurde, stammt ursprünglich von Kleinbrenner Lothar Bold aus Neuwirtshaus in Bayern. Die Abfüllung und Weiterverarbeitung übernimmt Kleinbrenner Adolf Keller; beide sind Mitglieder der Kleinbrennerkooperation der Dachmarke Rhön. Mit dem „Bad Salzunger Gradierbrand“ will die Dachmarke Rhön dann an der Prämierung des Fränkischen Obst- und Kleinbrennerverbandes teilnehmen. Der erste Rhöner Gradierbrand aus Bad Königshofen trug eine Silbermedaille; der zweite Gradierbrand aus der bayerischen Kurstadt erhielt in diesem Jahr sogar Gold. Wenn der Bad Salzunger Gradierbrand eine Medaille gewinnt – und davon gehen alle Beteiligten  schon jetzt fest aus – wird das Rhöner Premiumprodukt in speziellen Flaschen, die sich beispielsweise bestens als Präsent eignen, im Keltenbad Bad Salzungen vermarktet.

In den nächsten Tagen wird das nun leere Fass wieder befüllt. Für diese neue Charge „Bad Salzunger Gradierbrand“ soll ein Thüringer Tropfen eingefüllt werden: Ein Bierbrand der Rhönbrauerei Dittmar aus Kaltennordheim. „Wir sind sehr gespannt, wie dieses Experiment gelingt“, meint die Geschäftsführerin der Rhönbrauerei, Christel Reukauf. Sie nahm natürlich an der Verkostung des Dinkelbrandes teil, genau wie der Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bad Salzungen, Daniel Steffen.

„Unserer Meinung nach ist hier in Bad Salzungen ein Produkt mit einer unverwechselbaren Qualität entstanden. Das ist ein Beweis dafür, dass unsere Brenner ihr Jahrhunderte altes Handwerk verstehen, aber auch in der Lage sind, innovativ zu arbeiten“, schätzt Rundell ein. Die Zusammenarbeit mit den Kurbetrieben der Region habe sich sehr gut entwickelt – sowohl in Bad Königshofen als auch in Bad Salzungen. „Der erste Gradierbrand aus Thüringen ist ein hervorragendes Beispiel für diese gute Zusammenarbeit in der Rhön und für das, was man gemeinsam alles auf den Weg bringen kann.“ Nach Bayern und Thüringen wäre es schön, das Projekt demnächst auch auf Hessen auszudehnen, kündigt sie an.

13.12.2012

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