Gersfeld - 06.06.2012Biosphärenreservat Rhön

Gutes Licht für den Sternenpark im Biosphärenreservat Rhön

Wasserkuppe. Erstmalig trafen sich regionale Energieversorger zu einem Informationsaustausch auf der Wasserkuppe, um das Thema „Umweltverträgliches Licht“ im geplanten Sternenpark zu besprechen.

Da Teile des Biosphärenreservats Rhön über eine ungestörte und natürliche Nachtlandschaft verfügen und diese erhalten und verbessert werden soll, hatten die fünf Landräte der ARGE Rhön im Vorfeld bereits die Antragstellung zu einer internationalen Anerkennung als Sternenpark beschlossen. Dafür ist es notwendig, dass eine energieeffiziente künstliche Beleuchtung eingesetzt wird, die möglichst wenig Licht an den Himmel abstrahlt. Um den aktuellen Zustand zu dokumentieren, wurden von Sabine Frank und Dr. Andreas Hänel, die die Antragstellung vorbereiten, bereits zahlreiche Leuchten in den besonders sternreichen Gebieten kartiert und klassifiziert. Aber auch in Zukunft soll Beleuchtung eingesetzt werden, die möglichst umweltfreundlich ist. Um dies zu gewährleisten, wurden die regionalen Energieversorger zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung in die Hessische Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön auf der Wasserkuppe eingeladen.

Das große Interesse an dieser Veranstaltung zeigte sich darin, dass Vertreter vom Überlandwerk Rhön, der SynEnergie Fulda und EON Bayern der Einladung gefolgt waren und sich erstmalig in diesem Rahmen trafen.

Begrüßt wurden die Teilnehmer von Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle, der die Bedeutung des Projektes Sternenpark für den Umweltschutz, für den Tourismus und dem sparsamen Umgang mit Energie als Ziele des Biosphärenreservates unterstrich.

Bei einer kurzen Vorstellung des Projektes wurde der Schutz der Nacht durch eine Zonierung des Sternenparks vorgeschlagen. In den noch nahezu natürlich dunklen Gebieten der Rhön, die ohnehin bereits geschützte Gebiete sind, sollte möglichst kein künstliches Licht installiert werden. Die daran angrenzenden Kommunen sollten dann möglichst die Beleuchtung so einsetzen, dass der Himmel und die Umwelt möglichst wenig beeinträchtigt werden. Dies wird beispielsweise durch den Einsatz gut abgeschirmter Leuchten und von Leuchtmitteln mit möglichst geringen Blauanteilen erreicht.

In der sich anschließenden angeregten Diskussion zeigte sich, dass die Anforderungen zum Schutz der Nacht und einer modernen Beleuchtung gut vereinbar und realisierbar sind. Ebenso wurde deutlich, dass nicht den Beleuchtungsplanern sondern gerade den Kommunen als Entscheidern eine hohe Verantwortung für eine nachhaltige Lichtplanung zukommt. Hierbei dürfte vor allem das Argument, dass optimierte moderne Beleuchtung ein großes Einsparpotenzial besitzt, von Bedeutung sein.

Vonseiten der Teilnehmer wurde die weitere Unterstützung zur Erreichung der Ziele und der zukünftigen Kooperation zum Abschluss der Veranstaltung betont.

Im September und Oktober soll im Groenhoff-Haus eine Ausstellung zum Thema

“Sternenpark Rhön und Lichtverschmutzung“ stattfinden, zu der auch die regionalen Energieversorger mit einbezogen werden soll.

06.06.2012

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