Oberelsbach - 06.05.2012Biosphärenreservat Rhön

Vielfalt erhalten – Alte Haustierrassen im Visier

Projekt der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH)

Welche alten und gefährdeten Nutztierrassen gibt es bereits in der Rhön?

Können Produkte von alten und gefährdeten Nutztierrassen mit einem Mehrwert vermarktet werden? Wo können sie eingesetzt werden? Und sind diese Rassen vielleicht für Touristen von besonderem Interesse? Diese und andere Fragen will die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) im Rahmen ihres neuen Projekts „Tiergenetische Ressourcen in Biosphärenreservaten in Deutschland“ klären.

 und gefährdete Nutztierrassen zeichnen sich besonders durch ihre Angepasstheit an Klima und Standort aus. Zwar sind sie oftmals weniger produktiv, doch gelten sie als robust und stellen ein wertvolles genetisches Erbe dar. Da sie von Menschenhand z.T. über Jahrhunderte gezüchtet wurden, sind sie auch als Kulturgut zu betrachten, das mehr und mehr gefährdet ist.

Etliche Landwirte in der Rhön halten schon immer oder wieder alte Nutztierrassen und leisten damit einen immens wichtigen Beitrag zur Agro-Biodiversität. Mit dem Rhönschaf oder dem Gelben Frankenvieh gibt es bereits sehr gute Beispiele, die beweisen, dass alte Rassen neben ihren vielen Vorzügen auch einen handfesten ökonomischen Wert haben und bringen können.

Im Laufe des Projekts sollen Vermarktungsmöglichkeiten auch von weiteren alten und gefährdeten Tierrassen als „Premium-Produkt“ des Biosphärenreservats gefunden werden. Nutzungsmöglichkeiten in der Forstwirtschaft, dem Tourismus oder auf Schulbauernhöfen sollen ermittelt und fachlich unterstützt werden. Ein Netzwerk von Tierhaltern und -züchtern soll aufgebaut werden, um diejenigen zusammen zu führen, die den Erhalt alter und gefährdeter Nutztierrassen bereits in die Praxis umsetzen oder daran Interesse haben.

 Fragebogenaktion – Mitarbeit erwünscht

Um den alten Nutztierrassen auf die Spur zu kommen, sucht die GEH den Kontakt zu möglichst vielen tierhaltenden landwirtschaftlichen Betrieben, Hobbytierhaltern und (Klein-)Tierzüchtern  im Biosphärenreservat Rhön (Bayern, Hessen und Thüringen) d.h. im Wartburgkreis, Schmalkalden-Meiningen, Fulda sowie in den gesamten Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld.

Die Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates Rhön in Bayern, Hessen und Thüringen unterstützen das Projekt und bitten alle Interessierten um Mitarbeit. Alle, die bereits alte Nutztierrassen halten oder daran Interesse haben, werden gebeten, einen Projekt-Fragebogen auszufüllen, den sie bei der GEH anfordern oder hier herunterladen können. Auch bei den Verwaltungsstellen Biosphärenreservat Rhön ist er erhältlich.

Länderübergreifende Informationsveranstaltungen rund um das Thema finden statt:

Am Mittwoch, 11.04.2012 19:30h
in der Pension „Zur Hasenmühle“,
Rhönstraße 37, 36142 Tann Rhön

Fragebogen erhältlich bei:

Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Nutztierrassen e.V. (GEH)
Walburger Straße 2, 37213 Witzenhausen
Tel: 05542-1864 oder 05542-72558
Email: info@g-e-h.de, Internet: www.g-e-h.de

Betroffene Nutztiere: (siehe auch "Liste_der_gefaehrdeten_Haustierrassen.pdf")

Rinder, Schafe, Ziegen, Pferde, Esel, Hütehunde, Kaninchen, Hühner, Enten, Gänse, Puten, Haustauben.

Umfassende Informationen und Bilder zu gefährdeten Nutztierrassen unter:

www.g-e-h.de/geh/index.php/rassebeschreibungen

 

Staatliche Förderung alter und gefährdeter Nutztierrassen
in Bayern, in Hessen und Thüringen

 

Download Fragebogen:

Fragebogen zum ausfüllen und per e-Mail an info@g-e-h.de

oder zum ausdrucken und faxen:
www.g-e-h.de/geh/images/stories/biosphaere/fragebogen_landwirt_1512012.pdf

Ansprechpartner für das Projekt vor Ort in den Verwaltungsstellen für das Biosphärenreservat Rhön:

Kontakt: Verwaltungsstellen für das Biosphärenreservat Rhön
In Bayern: Frau Dr. Doris Pokorny, Tel. 0931-380-1660
e-Mail: doris.pokorny@reg-ufr.bayern.de
In Hessen: Frau Janet Emig, Tel. 06654- 96 12-0
e-Mail: emig@brrhoen.de
In Thüringen: Frau Claudia Bach, Tel. 036964 - 86 83 32
e-Mail: claudia.bach@br-np.thueringen.de


Hinweise zu den Informationsveranstaltungen:

"Warum alte Haustierrassen erhalten?
- Vortrag GEH_Antje Feldmann vom 28.03.2012"

- Vortrag "Staatlicher Förderung in Bayern" AfL Herr Fella

- Flyer "Gefährdeter Nutztierrassen in Bayern"

- Pressemitteilung im Mediendienst

Von links nach rechts: Karl-Heinrich Weber (Bio-Landwirtschaftsbetrieb Schwalbenhof, Wülfershausen), Josef Kolb (Bio-Landwirtschaftsbetrieb Ginolfs), Antje Feldmann (GEH), Dr. Doris Pokorny (Bay. Verwaltungsstelle BR Rhön), Christel Simantke (GEH), Ludwig Weber (Bio-Landwirtschaftsbetrieb Steffeshof, Unterleichtersbach), Stefan Fella (AfL Bad Neustadt)

Foto: Kellermann

 

 

06.05.2012

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