Gersfeld - 10.02.2012Biosphärenreservat Rhön

Experten diskutierten das Vernetzungsprojekt der Deutschen Großschutzgebiete

Von 2010 bis 2013 finanziert das Bundesamt für Naturschutz ein Vernetzungsprojekt der so genannten Nationalen Naturlandschaften über den Dachverband EUROPARC Deutschland. Ziel des Projektes ist es, eine bessere Zusammenarbeit der Schutzgebiete in den verschiedenen Handlungsfeldern wie Biotop-, Arten-, Landschaftsschutz, Umweltbildung, Regionalentwicklung und naturverträglicher Tourismus zu etablieren. Die Rhön beteiligt sich länderübergreifend mit den drei Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates in Hessen, Bayern und Thüringen sowie mit den beiden Naturparkverwaltungen Hessische und Bayerische Rhön.

In Deutschland sind viele der großen Schutzgebiete unterschiedlicher Kategorien eng benachbart:
Nationalparks sind z.B. von Naturparks umgeben oder Naturparkgrenzen überlappen sich mit Biosphärenreservaten. Dieses Nebeneinander soll nun in ein systematisches Miteinander münden. In neun Modellregionen wurden inzwischen sehr unterschiedliche Projekte gestartet. Die Zusammenarbeit wird dokumentiert und analysiert. Regelmäßige Treffen zum Erfahrungsaustausch sind Teil des Projektes, um Strategien für künftige Kooperationen zu erarbeiten.
An dem Projekt beteiligen sich neben der Rhön unter anderem der Naturpark und der Nationalpark Bayerischer Wald, der Naturpark Hohes Venn und Nationalpark Eifel, der Naturpark und Nationalpark Harz und auch der Naturpark Kyffhäuser und das Biosphärenreservat Karstlandschaft Südharz.
Beim Rhöner Projekt dreht sich alles um die Optimierung des Premiumwanderweges „Der Hochrhöner". Mit Hilfe des BfN-Projektes werden länderübergreifend Besucherzählungen und Besucherbefragungen durchgeführt um Anhaltspunkte für Optimierungsmöglichkeiten zu erhalten. Das Rhöner Projekt ist mit einem Budget von 15.000,- € ausgestattet.
Zum Erfahrungsaustausch trafen sich nun die Projektbeteiligten aus den Nationalen Naturlandschaften auf der Ebersburg in der Rhön und berieten in einem zweitägigen Workshop Stärken und Schwächen der Vernetzungsprojekte.

 

 

10.02.2012

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