Gersfeld - 08.02.2012Biosphärenreservat Rhön

Nicola Beer (FDP) besucht Wasserkuppe

Zu einem einstündigen Informationsaustausch trafen sich die Hessische Staatssekretärin für Europaangelegenheiten, Nicola Beer (FDP) Landrat Bernd Woide, der FDP-Bürgermeisterkandidat Peter Wolff sowie Mario Klotsche, Fraktionsvorsitzender der FDP im Fuldaer Kreistag beim Biosphärenreservat Rhön auf der Wasserkuppe. Weitere Teilnehmer waren Torsten Raab und Martin Kremer von der Hessischen Verwaltungsstelle sowie Dr. Hubert Beier, Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V., und Bürgermeister Helfrich, Poppenhausen.

Landrat Woide und Torsten Raab stellten die Arbeit des Biosphärenreservats Rhön vor und informierten über aktuelle Projekte. Ein wichtiges Anliegen für die Besucherin aus Wiesbaden waren Fragen der internationalen Zusammenarbeit. Diskutiert wurde, wie mit internationalen Partnern Hessens die Zusammenarbeit auch auf das Biosphärenreservat ausgeweitet werden könnte. Berichtet wurden von den zahlreichen internationalen Besuchergruppen in der Rhön, aber auch von den teilweise langjährigen Kooperationen mit Ländern wie Finnland und Bulgarien.

Ein weiteres zentrales Thema des Besuchs war die Entwicklung erneuerbarer Energien in Hessen und die Fragestellung, wie Artenschutzinteressen des Biosphärenreservats mit den Interessen einer regenerativen Energieversorgung harmonisiert werden können. Am Beispiel des Birkhuhns wurden die Artenschutzbemühungen des Biosphärenreservats vorgestellt. Der Ansatz der Regionalentwicklung wurde anhand der Dachmarke Rhön und des Projektes „Mobile Käserei" erläutert. Für die touristische Entwicklung ist nach Auffassung aller Beteiligten die Umsetzung des Masterplanes Wasserkuppe von hoher Bedeutung. Landrat Woide bat die Staatssekretärin in diesem Zusammenhang um Unterstützung hinsichtlich der Verwirklichung eines neuen Informationszentrums für das Biosphärenreservat Rhön auf der Wasserkuppe, das auch europäischen und internationalen Maßstäben gerecht werden sollte.

Durch den Verein Natur- und Lebensraum Rhön e.V. wurde die aktuelle Umsetzung des EU-LEADER-Programms vorgestellt. Mit der aktuellen Abwicklung der Förderperiode sei man sehr zufrieden. 85 % der Fördergelder konnten inzwischen gebunden werden. Bedauert wird, dass durch die sehr heterogenen Landesrichtlinien die Durchführung von länderübergreifenden Projekten nahezu unmöglich ist. Dies ist insbesondere deswegen bedauerlich, weil die Europäische Union gerade die Durchführung von Kooperationsprojekten fordert.

Peter Wolff führte aus, dass er die Aktivitäten des Biosphärenreservats mit großem Interesse beobachte und sich für die Zukunft ein engeres Zusammenspiel zwischen der Stadt Gersfeld und dem Biosphärenreservat wünsche.

 

08.02.2012

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