Gersfeld - 27.01.2012Biosphärenreservat Rhön

Willkommen Wolf

Sonderausstellung im Infozentrum „Haus der Langen Rhön", Oberelsbach

OBERELSBACH. Warum sind Wölfe wichtig für das Ökosystem? Was kennzeichnet sie und wie können Mensch und Wolf konfliktfrei miteinander leben? Wie unterscheiden sich Spuren von Wolf und Hund? Diese und andere Fragen  beantwortet die Ausstellung des Naturschutzbundes (NABU) „Willkommen Wolf", die vom 25. Januar bis zum 05. März im Infozentrum „Haus der Langen Rhön" in Oberelsbach zu sehen ist.

In dieser Ausstellung gibt es einen umfassenden Einblick in Lebensweise und Verhalten der faszinierenden Rückkehrer. „Willkommen Wolf“ informiert über Verbreitung und Vorkommen, Konflikt-Management sowie die neuesten Erkenntnisse zum Sozialgefüge frei lebender Wölfe. Neben einer Chronologie der Wölfe in Deutschland, enthält sie Bilder der sächsischen Wölfe, eine Karte vom Wolfsgebiet und bundesweiten Wolfssichtungen.

Nachdem die Tiere vor etwa 150 Jahren in Deutschland ausgerottet wurden, sind seit dem Jahr 2000 wieder frei lebende Wölfe nach Deutschland zurückgekehrt. Mittlerweile leben zwei Rudel im östlichen Sachsen und ziehen regelmäßig Welpen auf. Der NABU will frei lebenden Wölfen in Deutschland wieder eine Heimat schaffen. Zu diesem Zweck hat dieser Verein das Projekt „Willkommen Wolf“ für mehr Akzeptanz und zum Schutz der Wildtiere gestartet.

Als „Beiprogramm“ zu der Ausstellung „Willkommen Wolf“ werden im Haus der Langen Rhön die zehn besten Cartoons aus dem internationalen Wettbewerb „Nur gucken - nicht streicheln! - Cartoons für Wölfe" gezeigt. Mehr als 1.200 Zeichnungen von über 600 Cartoonisten aus 46 Ländern wurden bei diesem Wettbewerb eingereicht.

Als Ergänzung zu diesen Ausstellungen wird im Infozentrum der Film „Wölfe in der Lausitz“ von Sebastian Koerner gezeigt. Der Wildbiologe und Tierfilmer hat einzigartige Aufnahmen der freilebenden Wölfe in der Lausitz gemacht, die das Familienleben der scheuen Rückkehrer in freier Wildbahn zeigen. In diesem Film wird auch gezeigt, wie in der Lausitz das Zusammenleben von Mensch und Wolf eingeübt wird. Ein Jäger und ein Schäfer kommen zu Wort und erklären, wie sie sich auf die Rückkehr vom Wolf einstellen. 2010 hatten die „Wanderratten“, die Jugendgruppe vom Verein „Naturpark & Biosphärenreservat Bayer. Rhön“, die Gelegenheit zusammen mit dem Wildbiologen Sebastian Koerner in der Lausitz auf Wolfspirsch zu gehen.

Auf dem sandigen Boden der Lausitz lassen sich die Pfotenabdrücke der herumstreifenden Wölfe gut nachweisen. Einen dieser Abdrücke haben die Wanderratten als Gipsmodel ausgegossen. Somit erwartet Kinder in der Ausstellung im Haus der Langen Rhön eine ganz besondere Aktivität - sie dürfen sich mit Gips den Pfotenabdruck eines echten Wolfes aus der Lausitz gießen und als Souvenir mit nach Hause nehmen. Das Infozentrum „Haus der Langen Rhön“ in Oberelsbach hat von 10 – 16 Uhr geöffnet, Dienstag ist Ruhetag. Der Eintritt ist frei.

27.01.2012

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