Gersfeld - 07.12.2011Biosphärenreservat Rhön

Rhön gewinnt drei Förderpreise

RHÖN.Mit drei Projektanträgen hatte sich die Hessische Verwaltungsstelle Biosphärenreservat Rhön im Frühjahr bei EUROPARC Deutschland, dem Dachverband der deutschen Großschutzgebiete, um Preisgelder aus dem Naturschutz-Freiwilligenprojekt „Ehrensache Natur" beworben.
Eingereicht wurde das Projekt „Jedem Kind sein Rhönschaf" in Nüsttal. Dort wurde im Herbst 2011 eine Streuobstwiese als Schafweide hergerichtet. Sie wurde eingezäunt, die Bäume mit Verbissschutz versehen und u. a. eine Ruhebank aufgestellt. In das Projekt eingebunden waren Familien und Kinder des Dorfes, aber auch behinderte Menschen der Lebenshilfe und straffällig gewordene Jugendliche aus Stadt und Landkreis Fulda, welche Hand in Hand zusammenarbeiteten. Dieses vorbildliche Projekt wurde mit dem Förderpreis „Ehrensache Natur" in Höhe von 1.600 € belohnt.

Auch das Edelkrebs-Projekt im Biosphärenreservat Rhön wurde prämiert. Seit 2004 findet ein Wiederansiedlungsprogramm Deutscher Edelkrebse im hessischen Teil der Rhön statt, das maßgeblich vom ehrenamtlichen Engagement der Gewässer- und Krebswarte im Biosphärenreservat lebt. So wurden von den Krebswarten in diesem Jahr die notwendigen Kontrollen mittels Bereusung durchgeführt. Ferner wurden Schulungsveranstaltungen für die Krebs- und Gewässerwarte angeboten und eine Elektrobefischung durchgeführt. Dieses Projekt wurde mit 1.260 € Preisgeld gefördert.

Auch der dritte Antrag, den die Verwaltungsstelle eingereicht hatte, war erfolgreich. In diesem Antrag wurde die Freiwilligenarbeit des hessischen Birkwildhegerings, welcher sich seit 2002 als gemeinnütziger Verein für die Förderung des Birkwildes und der Bodenbrüter in der Hohen Rhön einsetzt, gewürdigt. So wurden auch in 2011 wieder Landschaftspflegemaßnahmen von den Ehrenamtlichen durchgeführt. Dank eines Preisgeldes von 1.200 € konnten Sägen und Heckenscheren sowie Arbeitsschutzausrüstung für die Freiwilligenarbeit beschafft werden.

Damit war die Rhön wie kaum eine andere Nationale Naturlandschaft (Biosphärenreservate, Nationalparke, Naturparke) erfolgreich. 16 Anträge waren insgesamt aus deutschen Großschutzgebieten eingereicht worden. 10 Preise wurden deutschlandweit verliehen und drei davon gingen in die Rhön!

Für die Hessische Verwaltungsstelle ist dies eine tolle Bestätigung ihrer Arbeit. In der Hessischen Rhön arbeiten derzeit rd. 400 Ehrenamtliche, so genannte Freiwillige in Parks, in verschiedenen Projekten des Reservates mit, die von zahlreichen Personen betreut und von den beiden Freiwilligen-Koordinatoren der Verwal-tungsstelle, Martin Kremer und Arnold Will, geleitet werden.

Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön ist die Einbindung von Ehrenamtlichen längst zur Selbstverständlichkeit geworden. In Anbetracht knapper finanzieller und personeller Ressourcen könnten die ehrgeizigen Ziele des Biosphärenreservats ohne die gute Unterstützung der Freiwilligen kaum erreicht werden.

Torsten Raab, Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle, freut sich sehr, dass das enge und gute Zusammenspiel von Verwaltung und Ehrenamt nun auch mit diesen bundesweiten Preisen seine Würdigung erfahren hat.

 

07.12.2011

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