19.09.2019Biosphärenreservat Rhön

40 Freiwillige im Einsatz für mehr Artenvielfalt: Bergwaldprojekt in der Rhön

Im August und September 2019 war das Bergwaldprojekt erneut im bayerischen und hessischen Teil des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön im Einsatz. Rund 40 freiwillige Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben verschiedene Arbeiten durchgeführt und das Ökosystem der Hochrhön näher kennengelernt. Ziele des Einsatzes waren die Verbesserung der Situation am Projektstandort sowie die Sensibilisierung für einen schonenden Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen - auch über die Projektwoche hinaus.

 

Unter der Anleitung der Projektleiter Holger Gemmerl und Philipp Fritz vom Bergwaldprojekt e.V. und unter der Regie des Gebietsbetreuers Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung Bayern sowie Ranger Jan Knittel vom UNESCO-Biosphärenreservat Rhön (Verwaltung Hessen) haben die Freiwilligen im Nordwesten des Naturschutzgebietes Schwarzes Moor in zwei Entwässerungsgräben Sperren eingebaut, um das Moor zu renaturieren. Im hessischen Roten Moor wurden moorige, artenreiche Flächen, die mit Birken, Öhrchenweiden und Erlen bewachsen sind, freigestellt. Diese Flächen sind ein wichtiger Lebensraum für viele Tiere und Pflanzen; die Bäume entziehen ihr Wasser, und ohne deren Zurückdrängung würde die Fläche in die Sukzession übergehen und nicht erhalten bleiben können. Bereits im August waren Freiwillige mit ihren Familien sowie Studenten der Universität Würzburg gemeinsam mit Ranger Jan Knittel und dem LIFE-Team im Roten Moor im Einsatz.

Schlafen im Heulager, regional versorgt

Untergebracht waren die Gruppen - wie bereits im August - auf dem Spielgelshof von Julia Djabalameli in Ehrenberg-Melperts in Mehrbettzimmern oder im Heulager. Während der Projektwochen kümmerte sich die Köchin Maria Witibschlager um die vegetarische, biologische und möglichst regionale und saisonale Verpflegung der Teilnehmenden. 

Ein wichtiges Anliegen der Einsatzwoche war es, den Gedanken der nachhaltigen Entwicklung auf verschiedenen Ebenen zu vermitteln. Torsten Kirchner von der Wildland-Stiftung dazu: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erleben in der Einsatzwoche die faszinierende Landschaft der Hochrhön hautnah und leisten einen persönlichen Beitrag zum Erhalt des Ökosystems.“ Philipp Fritz (Bergwaldprojekt e.V.) fügt hinzu: „Indem sich die Freiwilligen aktiv für ihre Umgebung engagieren, entwickeln sie oftmals neue Beziehungen zur Natur. Die freudvollen Erfahrungen aus der Projektwoche bestärken die Teilnehmenden darin, auch den eigenen Alltag naturverträglicher und ressourcenschonender zu gestalten. Damit beteiligen sie sich am gesellschaftlichen Wandel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung."

Neben der praktischen Arbeit war auch ein Exkursionsnachmittag Teil der Einsatzwoche, um die vielfältigen ökologischen Aspekte der Hochrhön und deren Bedeutung, nicht nur für den Menschen, näher zu beleuchten.

Zum Projekt

Das Bergwaldprojekt e.V. mit Sitz in Würzburg organisiert deutschlandweit Freiwilligen-Wochen mit jährlich ca. 2.500 Teilnehmenden. 2019 finden 117 Projektwochen an 51 verschiedenen Standorten statt. Ziele der Arbeitseinsätze sind, die vielfältigen Funktionen der Ökosysteme zu erhalten, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern die Bedeutung und die Gefährdung unserer natürlichen Lebensgrundlagen bewusst zu machen und eine breite Öffentlichkeit für einen naturverträglichen Umgang mit den natürlichen Ressourcen zu bewegen. Der Verein finanziert sich größtenteils aus Spenden. Anmelden zu den Projektwochen kann man sich hier.

19.09.2019

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Bereits im August waren Freiwillige im Roten Moor im Einsatz. (Foto: Ulla Heckert)

In der zweiten Woche waren Studierende der Uni Würzburg (hier mit Betreuern des Bergwaldprojekts sowie rechts Ranger Jan Knittel) an der Reihe. (Foto: Anna-Lena Bieneck)

Die Freiwilligen mähten Flächen und trugen das Mähgut zusammen. (Foto: Ulla Heckert)

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