Hohe Geba - 19.08.2019Biosphärenreservat Rhön

Die Nacht der Perseiden auf der Hohen Geba

Mit einem fachgeführten Beobachtungsabend zur Nacht der Perseiden auf der Hohen Geba begeisterte Wolfgang Fiedler (Verein Sternenpark Rhön e. V.)  160 - 200 interessierte Gäste, die zur Eröffnung des Polarsternguckers und der Duo-Sternenparkliegen auf den Beobachtungsplätzen gekommen waren. Ihnen bot sich ein vielfältiges Angebot von Planeten-, Mond- bis hin zur Sternschnuppenbeobachtung. 

Der Gebaberg ist mit seinen sehr guten natürlichen Bedingungen ein exzellenter astronomischer Beobachtungsort und wird, hauptsächlich an den Wochenenden um Neumond, von Sternfreunden aus ganz Deutschland besucht. Hobbyastronomen lieben dunkle Nächte ohne Mondlicht, weil ihre Himmelsaufnahmen dann besonders gelingen. Der dunkle Nachthimmel, die sehr geringe Luftunruhe und die gut ausgestatteten Beobachtungsplätze der Hohen Geba sind in dieser Kombination einzigartig in ganz Deutschland.

Bekanntheitsgrad der Hohen Geba ausbauen

Ziel der Beobachtungsabende auf der Hohen Geba ist es, die Hohe Geba als "nächtlichen" Himmelsguckplatz in der Region und weit darüber hinaus der breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Sternschuppennächte im Sommer sind besonders gut geeignet, die Schönheit des Sternhimmels zu präsentieren.

Seit nunmehr fünf Jahren, immer in der Zeit zwischen dem 10. und 12. August, beobachten Astronomiebegeisterte jeden Alters die Sternschnuppen der Perseiden auf der Hohen Geba. Am letzten Samstag war es wieder soweit. Astronomiefreunde des Vereins Sternenpark Rhön e. V. und der Sternwarte Meiningen hatten die Nacht der Perseiden auf der Hohen Geba langfristig vorbereitet. Drei Teleskope und ein großes Fernglas mit Stativ waren auf den Beobachtungsplattformen aufgebaut. Die Sternennacht würde einerseits zwar nicht ganz dunkel werden, denn der Mond war bereits über seiner zunehmenden Halbmondphase und würde damit die Beobachtung der Sternschnuppen erschweren. Andererseits ist auch der Mond ein sehr beeindruckendes Beobachtungsobjekt, insbesondre in einem guten Fernglas mit Stativ. 

Jupiter und Saturn flankierten den Mond

Zusätzlich wurde der Mond rechts und links vom Riesenplaneten Jupiter und vom Ringplanten Saturn in Szene gesetzt. Beobachtet man Jupiter durch ein Teleskop, so kann man dessen Wolkenbänder und seine vier großen Monde sehen. Beim Teleskopanblick von Saturn sieht man den Planeten und seine Ringe.

Vielfältiges Programm geboten

Der Beobachtungsabend zur Nacht der Perseiden begann dieses Jahr erstmalig mit einem Vorprogramm. Ab 21 Uhr konnten die Gäste im Halbstundentakt die drei Stationen Beobachtungsplatz Hohe Geba, Planetenweg auf der Hohen Geba und Entstehung der Mondphasen besuchen. Ab 22:30 Uhr folgten Sternführungen sowie Beobachtungen von Mond, Jupiter, Saturn und der Perseiden. 

Ca. 160 bis 200 Gäste konnten am letzten Samstag die Hohe Geba in Augenschein nehmen. Etwa die Hälfte der Besucher*innen war zum ersten Mal auf dem Gebaberg und viele auswärtige Gäste sprachen von ihren zukünftigen Besuchen.

Ohne künstliches Licht, nur im Schein des Mondes und der Gestirne hat die Hohe Geba, unser astronomisches Juwel, zur Nacht der Perseiden weit über unsere Region hinaus geleuchtet - mitten im Herzen des Sternenparks Rhön.

Der Dank gilt allen Sternfreunden aber auch Bürgermeister Christoph Friedrich, die neben Wolfgang Fiedler (Fachberater Astronomie Thüringen) diesen besonderen Abend auf der Hohen Geba gestaltet haben.

Artikel: Wolfgang Fiedler und Ulrike Schade (Thür. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)

19.08.2019

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Eröffnung des Polarsternguckers und der Duo-Sternenparkliegen auf den Beobachtungsplätzen durch Bürgermeister Christoph Friedrich (Gemeinde Rhönblick), Foto: W. Fiedler

Mit Teleskopen einen Blick auf Jupiter und seine Monde sowie Saturn und seine Planetenringe werfen. Foto: W. Fiedler

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