15.07.2019Biosphärenreservat Rhön

"Feinschmecker-Restaurant" für Bienen in der Umweltbildungsstätte Oberelsbach

Auf die Umweltbildungsstätte Oberelsbach "fliegen" bald nicht nur bildungsinteressierte Schüler, Studenten und Erwachsene, sondern noch mehr Bienen und andere Blütenstaubboten: Im Eingangsbereich ist eine Blüh- und Futterfläche entstanden. Der Demo-Blühgarten dient der Motivation und Information für Gäste und Einheimische.

 

„Die Blühflächen an der Umweltbildungsstätte werden in Parzellen aufgeteilt, um Gästen und Einheimischen verschiedene Blütenbepflanzungen zu veranschaulichen“, erläutert Bernd Fischer, Geschäftsführer der Umweltbildungsstätte Oberelsbach. Eine der Parzellen wird mit Samen des Projektes „Jede Blüte zählt“, einer Aktion des Bundeslandwirtschaftsministeriums gestaltet - in Kooperation mit dem Bio-Hof Kolb aus Ginolfs. Die Blühflächen bilden zudem eine sinnvolle Ergänzung zum Bauerngarten.

„Es ist eine Freude zu sehen, wie die Umweltbildungsstätte Hand in Hand mit ihren Partnern das Projekt Blühfläche umsetzt“, betont Landrat Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld), der es sich als passionierter Jäger und Naturschützer nicht nehmen ließ, den neuen Blühgarten persönlich in Augenschein zu nehmen.

Tipps vom Profi

Angelegt hat das „Feinschmecker-Restaurant“ für Bienen Markus Henneberger, Gärtner beim Markt Oberelsbach. Ein Teil bleibt dabei als Rasenfläche bestehen und ein Teil hat sich in einen insektenfreundlichen Staudengarten verwandelt. Damit will Henneberger zeigen, dass nicht gleich der ganze Garten umgestellt werden muss. „Wer einen bienenfreundlichen Garten anlegen möchte, sollte nur Pflanzen mit ungefüllten Blüten kaufen“, empfiehlt er. „Zugunsten der Blütenfülle werden Staubblätter oft zu Blütenblättern umgezüchtet – hier finden Bienen keine Pollen mehr. Außerdem passt nicht jeder Rüssel auf jede Blüte, sodass eine ausgewogene Pflanzenwahl sinnvoll ist. Ein buntes Kräuterbeet mit Oregano, Rosmarin oder Kapuzinerkresse ist dafür ideal. Auch Lavendel, Hornveilchen oder Löwenmäulchen machen Balkon und Garten zum Bienenbankett. Johannisbeere und Himbeere passen beispielsweise zum Speiseplan von Mensch und Insekt."

Außerdem empfiehlt Henneberger, nicht nur im Sommer für Insektennahrung zu sorgen. Winterheide und Heckenkirsche blühen bereits im Januar, womit Gärtnerinnen und Gärtner früh fliegenden und überwinternden Insekten eine Freude machen können.

15.07.2019

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Bei der Einweihung nahmen (von links) Birgit Erb, Bürgermeisterin von Oberelsbach, Rhönschäfer Josef Kolb, Landrat Thomas Habermann und Bernd Fischer, Geschäftsführer der Bildungseinrichtung, gleich Anregungen für den heimischen Garten mit. (Foto: Tonya Schulz)

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