04.07.2019Biosphärenreservat Rhön

Spaten statt Schulbuch: Dr.-Jordan-Schüler entfernen Lupinen auf der Wasserkuppe

Schüler des Fuldaer Bildungsunternehmens Dr. Jordan haben dem LIFE-Team auf der Wasserkuppe beim Ausstechen von Lupinen geholfen. Mit Erfolg: Auf der bearbeiteten Wiese, auf der es anfangs überall lila blühte, war nach drei Tagen keine Spur mehr von der Pflanze zu sehen, die die Artenvielfalt der Rhöner Bergwiesen gefährdet.

Die Fünft- und Neuntklässler wurden von Ulla Heckert vom LIFE-Projekt „Hessische Rhön – Berggrünland, Hutungen und ihre Vögel“ und Ranger Hubert Stumpf begrüßt. Sie erklärten den Schülern, was die Lupine, die mit ihren langstieligen lila Blüten das Landschaftsbild der Rhön prägt, so gefährlich macht. Da die aus Westamerika stammende Pflanze Stickstoff aus der Luft binden kann und im Erdreich speichert, werden die rhöntypischen artenreichen Magerrasen für immer verändert. Silberdistel, Teufelsabbiss und Goldener Scheckenfalter sind nur einige Beispiele besonderer Arten, die durch die Lupine gefährdet werden. Andere Pflanzenarten wie der Türkenbund oder die Trollblume wurden so in der Rhön an den Rand des Aussterbens gedrängt.

Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön wird die Lupine daher jedes Jahr in den Sommermonaten intensiv bekämpft. Vor allem die Ranger sind während der Vegetationsperiode im Dauereinsatz. Nur die konsequente Entfernung jeder einzelnen Pflanze führt langfristig zum Erfolg – eine Menge Arbeit. Das LIFE-Team freute sich daher über die Unterstützung des Bildungsunternehmens Dr. Jordan. Drei Tage lang rückten die Schüler gemeinsam mit ihren Lehrern, Ulla Heckert und den Rangern Hubert Stumpf und Arnold Will den Lupinen auf einer Wiese nördlich des Radoms zu Leibe.

04.07.2019

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Ulla Heckert (links, LIFE-Team) und Ranger Hubert Stumpf (rechts) freuten sich über die Unterstützung der Fünft- und Neuntklässler. (Fotos: Anna-Lena Bieneck)

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