31.05.2019Biosphärenreservat Rhön

hr-fernsehen dreht mit Ranger Jan Knittel an der Fuldaquelle

Am 23. Juli 2019 zeigt das hr-Fernsehen im Magazin „herkules“ einen 45-minütigen Beitrag mit Aufnahmen entlang der Fulda. Natürlich darf da der Ursprung von Hessens längstem Fluss nicht fehlen: Hierzu war das Drehteam am 27. Mai an der Fuldaquelle auf der Wasserkuppe zu Gast. Jan Knittel, Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön, hat Moderator Andreas Gehrke erzählt, was es über die Quelle der Fulda zu wissen gibt. 

Wegen der hohen Niederschlagsmenge – mehr als 1100 l/m² im Jahr – ist die Wasserkuppe ein wichtiges Grundwasserbildungsgebiet. Hier, auf Hessens höchstem Berg, entspringen rund 30 Bäche – und die Fulda, Hessens Fluss mit der größten Fließlänge. Für die Sendung „herkules“ hat sich der Hessische Rundfunk entlang der Fulda – von der Quelle über Fulda und Rotenburg bis Kassel – auf die Suche nach besonderen Orten, Menschen und ihren Geschichten gemacht. In Fulda zum Beispiel ist Moderator Andreas Gehrke Kanu gefahren und hat Trüffel-Marzipan probiert. Doch zunächst ging es hinauf zu Wasserkuppe Höhenmeter. Hier, an der Fuldaquelle augf 850 Höhenmetern, direkt gegenüber dem gleichnamigen Parkplatz, traf das hr-Team auf Jan Knittel, Ranger im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

Ein Fluss, Dutzende Quellen

„Hier halte Rast! Dich labt die Quelle / Der Fulda, die mit klarer Welle / Den Berggruss rauschend trägt einher / Sie wächst zur Werra hingezogen / Zum deutschen Strom und senkt die Wogen / Als Weser schiffbelebt ins Meer“ – das Schild, das der Rhönklub über der in Bastaltmauern gefassten Quelle angebracht hat, sagt schon einiges aus. Von Jan Knittel erfährt Moderator Andreas Gehrke an diesem Nachmittag aber noch vieles mehr: Zum Beispiel, dass die Fulda bereits ein Stück weiter oben entspringt – nicht erst an der Mauer, die mit Sitzgelegenheit und wunderschönem Ausblick zu einem beliebten Touristenziel geworden ist. „Es sind sogar Dutzende Quellen, die die Fulda speisen“, erklärt Ranger Jan Knittel.

Wasser testen mit einer Wünschelrute

Einige Meter weiter ist auf einer Wiese eine dieser Quellen zu sehen: Das Wasser tritt direkt aus dem Boden. Hier trifft das hr-Team auf Werner Pfaff aus der Schweiz, der zufällig zur selben Zeit auf der Wasserkuppe zu Gast ist. Seit vielen Jahren reist er umher und füllt sich Quellwasser ab, erzählt er. Pfaff schwört auf die heilende Wirkung. Von welchen Quellen er sich Wasser abfüllt, das „entscheidet“ seine Wünschelrute. An der gefassten Quelle habe diese negativ angeschlagen, sagt Pfaff. Auch ein Schild, das die Stadt Gersfeld hat anbringen lassen, mahnt: Kein Trinkwasser! „Das hat nichts mit der Wasserqualität zu tun“, betont Jan Knittel. „Es handelt sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Schließlich kann es bei gefassten Quellen passieren, dass mal ein Tier hineinkriecht und verendet.“ Sein Glas taucht Moderator Andreas Gehrke daher etwas unterhalb in eine der Stellen auf der Wiese. „Schmeckt gut – total klar“, ist seine Bilanz. Probieren darf er anschließend noch etwas: Jan Knittel hatte Gehrke etwas mitgebracht, das in früheren Zeiten in der Rhön gern als Salat gegessen wurde. „Schade, dass das heute kaum jemand mehr weiß“, sagt Knittel. Um welche Zutat es geht, und ob es dem hr-Moderator gemundet hat, erfahren „herkules“-Zuschauer im Juli.


Den Beitrag mit Ranger Jan Knittel zeigt das hr-fernsehen am Dienstag, 23. Juli, um 20.15 Uhr im Magazin „herkules“.

31.05.2019

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Moderator Andreas Gehrke (links) befragt Ranger Jan Knittel.

An der gefassten Quelle.

"Schmeckt gut!" (Fotos: Anna-Lena Bieneck, UNESCO-Biosphärenreservat Rhön)

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