Sternenpark Rhön - 31.05.2019Biosphärenreservat Rhön

Unser Nachthimmel im Juni 2019

Im höchsten Punkt der Sonnenbahn 
fängt jedes Jahr der Sommer an.

Der Monat Juni hat täglich nur 4 bis 5 Stunden wirklich dunkle Nacht. Das liegt an der Schrägstellung der Erdachse und an der aktuellen Position unserer Jahresreise um die Sonne. Über der Nordhalbkugel der Erde erreicht die Sonne am 21. Juni den Gipfel ihrer Jahreslaufbahn. Damit beginnt der Sommer, und zugleich markiert dies die Sommersonnenwende. Danach nehmen Höhe und Länge des täglichen Sonnenwegs wieder ab, die Tage werden kürzer, die Nächte länger.

Wer Sterne sehen will, muss lange aufbleiben

Die Sicht auf Planeten ist zeitlich begrenzt. Venus, Mars und Merkur fallen fast ganz der horizontnahen Dämmerung zum Opfer. Überdies macht die Sommerzeit die Abende eine Stunde lang heller als sie eigentlich sind. Für den beginnenden Nachthimmel kommt das künstlicher Lichtverschmutzung gleich. Jupiter und Saturn aber sind fast die ganze Nacht über entlang der Ekliptik von Südost nach Nordwest sichtbar und zur Monatsmitte leicht in der Nähe des Mondes zu finden (Neumond am 3.6.;Vollmond am 17.6.).

Der Sternenhimmel zeigt das Frühlingsdreieck mit den Sternen Regulus, Spica, Arktur im Südwesten, und das Sommerdreieck mit Wega, Deneb und Atair inmitten der Milchstraße im Osten. Um den Zenit gruppieren sich die Sternbilder Haar der Berenike, Bootes, Nördliche Krone, Herkules, Drache und Großer Wagen (Große Bärin). Weit im Norden glitzern die zirkumpolaren Herbstgäste Kassiopeia, Perseus und Fuhrmann. Tief im Süden funkelt Antares, das Herz des Skorpions.

Besonderheiten am Sternenhimmel...

Die hellsten Sterne haben ganz unterschiedliche Eigenschaften. Deneb (Schwan) z.B. ist 1600 Lichtjahre entfernt, 200-mal so groß wie die Sonne und fast 3000 Grad heißer als die Sonne mit ca. 5700 Grad. Bis zu Wega im Sternbild Leier sind es 25 Lichtjahre. Knapp dreimal so groß wie die Sonne, rotiert Wega in nur 12,5 Stunden um sich selbst; es zerreißt sie fast. Arktur leuchtet orange und ist 26-mal so groß wie die Sonne. Antares ist ein roter Riese in 600 Lichtjahren Entfernung, 700-mal so groß wie die Sonne, 2200 Grad „kühler“ und Kandidat für eine Supernova, also einer Explosion am Existenzende eines Sterns.
Vereinzelt kann es ab Monatsmitte ein paar Sternschnuppen geben, nach Mitternacht.

Auch dazu viel Glück und Freude wünscht das Team des Sternenparks Rhön (https://biosphaerenreservat-rhoen.de/sternenpark)!
Roland Müller, Verein Sternenpark Rhön e.V. 

Gleichzeitig möchten wir auf folgende Veranstaltungen hinweisen:

15.06.2019 um 23:00 Uhr: Mondlichtführung mit Sichelmond in Nüsttal-Silges
Treffpunkt: Dorfgemeinschaftshaus Silges, Helmusgraben 6 in 36167 Nüsttal-Silges. Anmeldung bitte mit Kursnummer VS1100109 bei der VHS des Landkreises Fulda https://vhs-fulda.de/sterne oder telefonisch beim Bürgerservice (0661) 6006 1600 Kosten: 9 €/Person ab 12 Jahren. Alternativveranstaltung bei schlechtem Wetter. Veranstalter: VHS Landkreis Fulda in Kooperation mit dem der Hess. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön


19.06.2019 um 23:00 Uhr: Mondlichtführung mit Vollmond auf dem Ellenbogen 
Treffpunkt: Parkplatz Eisenacher Haus, Eisenacher Haus 1 in 98634 Erbenhausen. Anmeldung bitte mit Kursnummer VS1100110 bei der VHS des Landkreises Fulda https://vhs-fulda.de/sterne oder telefonisch beim Bürgerservice (0661) 6006 1600 Kosten: 9 €/Person ab 12 Jahren. Alternativveranstaltung bei schlechtem Wetter. Veranstalter: VHS Landkreis Fulda in Kooperation mit der Thür. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön

31.05.2019

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Sternenkarte Juni Foto: Sternenpark Rhön

Blaue Stunde auf der Wasserkuppe Foto: Sabine Frank

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