Thüringische Rhön - 10.05.2019Biosphärenreservat Rhön

"Jugend forscht"-Siegerinnen aus Thüringen bereiten sich auf Bundesfinale vor

Zum ersten Mal haben Schülerinnen vom Rhön-Gymnasium Kaltensundheim beim Thüringer Landeswettbewerb von "Jugend forscht" den 1. Platz belegt. Im Fachbereich Biologie konnten Lisa Denner, Sophie Schwarz und Clara Marie Schneider mit ihrem Projekt "Die Wasseramsel im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön - Thüringer Teil" die Jury überzeugen. Nun steht das Bundesfinale vom 16. bis 19. Mai in Chemnitz an - Vorfreude und Aufregung sind groß.

Durch den Sieg beim Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ Südwestthüringen hatten sich Lisa Denner, Sophia Schwarz, Clara Marie Schneider und Anna-Lena Abel vom Thüringischen Rhön-Gymnasium Kaltensundheim für den 29. Landeswettbewerb „Jugend forscht“ Thüringen qualifiziert. Dieses fand Ende März in der Ernst-Abbe Hochschule in Jena statt. In den sieben Regionalwettbewerben Thüringens hatten sich im Frühjahr 2019 insgesamt 167 Jugendliche für das Landesfinale qualifiziert. Sie präsentierten ihre Einzel- und Teamprojekte in den Fachgebieten Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik
und Technik. Bewertet wurden die Projekte von einer Jury, die sich aus Vertretern von Thüringer Schulen und Hochschulen, Unternehmen und Instituten zusammensetzte. Von der Kreativität der Jungforscher überzeugte sich vor Ort auch der  Thüringer Minister für Bildung, Jugend und Sport, Helmut Holter.

Die Wasseramsel in der Thüringischen Rhön

Die Schülerinnen des Rhön-Gymnasiums präsentierten ihr Projekt „Verbreitung, Ökologie und Schutz der Wasseramsel im UNESCO-Biosphärenreservat Thüringer Teil“. Sie erforschten von 2015 bis 2018 an acht Fließgewässern - Felda, Katza, Weid, Herpf, Solzbach, Schwarzbach, Lotte und Horbelbach - das Vorkommen und die Bestandsdichte der Wasseramsel. Um nachzuweisen, welche Faktoren für das Vorkommen der Wasseramsel notwendig sind, führten die Schülerinnen chemische und biologische Gewässeruntersuchungen durch. Ebenfalls wichtiger Faktor für das Vorkommen ist die  ökologische Gewässerstruktur. Den Nachweis erbrachten die Jungforscherinnen durch Untersuchungen an zwei ausgewählten Gewässerabschnitten der Felda. Neben der Kontrolle bereits vorhandener Nistkästen an der Lotte und der Felda stellten der Bau und das Anbringen neuer Wasseramselkästen einen weiteren Schwerpunkt des Projektes dar.

Das Projekt wurde von Bernd Baumann (ehemaliger Biologie- und Chemielehrer am Rhön-Gymnasium) und Rolf Friedrich (Mitarbeiter der Thür. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservats Rhön) betreut.

1. Platz Fachbereich Biologie und Sonderpreisträger des NABU

Nach zwei spannenden Tagen wurde der 29. Thüringer Landeswettbewerb mit der Siegerehrung beendet. Die Schülerinnen Lisa Denner, Sophia Schwarz und Clara Marie Schneider erreichten im Fachgebiet Biologie den 1.Platz und wurden damit Landessieger. Zusätzlich zur Siegerehrung an der Ernst-Abbe-Hochschule gab es am Vorabend eine Sonderpreisverleihung in der Sparkassenarena Jena. Hier erhielten die Schülerinnen des Rhön-Gymnasiums den Sonderpreis Biodiversität und Naturschutz des NABU. Zusammen mit den Landessiegern der anderen Fachgebiete fahren die Schülerinnen nun vom 16. bis 19. Mai zum 54.Bundesfinale „Jugend forscht“ nach Chemnitz.

Wir drücken die Daumen und wünschen viel Erfolg!

10.05.2019

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Nistkästen für die Wasseramsel: Clara Schneider, Lisa Denner und Sofia Schwarz mit Rolf Friedrich (Mitte, Thür. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön) und Bernd Baumann (rechts - ehemaliger Biologie- und Chemielehrer im Rhön-Gymnasium Kaltensundheim). Foto: Iris Friedrich

Beim Landesfinale in Jena: Lisa Denner, Sofia Schwarz und Clara Schneider vom Rhön-Gymnasium Kaltensundheim. (Foto: "Jugend forscht"-Team Thüringen)

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