Berlin und Rhön - 13.02.2019Biosphärenreservat Rhön

Neue Internet-Plattform eröffnet Beteiligungsmöglichkeiten am Erhalt der biologischen Vielfalt

Am 7. Februar 2019 präsentierte EUROPARC Deutschland e.V. Vertreter(inne)n von Unternehmen und Presse die neue Online-Plattform „naturschutzzertifikate.de". Mit einer Streuobstwiese im thüringischen Hümpfershausen ist auch eine erste Fläche im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön dabei, deren Pflege mit einem Naturschutzzertifikat finanziert werden kann.

EUROPARC Deutschland e.V. hat in seinem Projekt „Inwertsetzung von Klima- und Naturschutzmaßnahmen" eine Internet-Plattform www.naturschutzzertifikate.de entwickelt, auf der Unternehmen, Verbände und Privatpersonen Naturschutzzertifikate erwerben und damit den Erhalt der biologischen Vielfalt unterstützen können. Optimistisch für die Umsetzung zeigt das immer größer werdende Interesse an der nachhaltigen Entwicklung. Denn der Verlust der biologischen Vielfalt kann direkte Auswirkungen auf das Kerngeschäft vieler Unternehmen haben, weil bestäubende Insekten fehlen und damit Ernten für die Produktion ausfallen.

Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt durch das Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesumweltministeriums. 

 

Wie funktioniert naturschutzzertifikate.de?

Auf der neuen Internet-Plattform werden zertifizierte Naturschutzprojekte zum Erhalt gefährdeter Lebensräume in deutschen Nationalparks, Naturparks, UNESCO-Biosphärenreservaten und Wildnisgebieten, den Nationalen Naturlandschaften, vorgestellt. EUROPARC kann die Maßnahmen nur mit Hilfe der Einnahmen aus dem Verkauf der Naturschutzzertifikate umsetzen und wirbt deshalb für eine konkrete finanzielle Beteiligung. Vor Maßnahmenbeginn wird der Zustand der biologischen Vielfalt einzelner Projektflächen gutachterlich erfasst. Anschließend werden konkrete Maßnahmen gemeinsam mit den Flächeneigentümern geplant und umgesetzt sowie die Wirkung nachgewiesen.

 

Mitmachen: Pflege der Streuobstwiese im thüringischen Hümpfershausen finanzieren

Bei der Streuobstwiese Hümpfershausen handelt es sich um einen der wenigen schorffreien Birnenstandorte im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Als Altbäume sind die Sorten Williams Christbirne, Clapps Liebling, Kongressbirne und Alexander Lucas vorhanden. Es empfiehlt sich hier der Aufbau eines Birnenerhaltungsgarten. Die Wiese bietet idealen Lebensraum mit zahlreichen Nischen für eine hohe Artenvielfalt, die durch die entsprechende Mahdtechnik erhalten und in einigen Bereichen der Wiese verbessert werden soll.

Das Projekt wird betreut durch den Landschaftspflegeverband Biosphärenreservat Thür. Rhön e. V. in Kooperation mit der Thür. Verwaltungsstelle UNESCO-Biosphärenreservat Rhön.

Weitere Informationen auch zum Erwerb eines Naturschutzzertifikats  für die Pflege der Streuobstwiese in Hümpfershausen finden sich unter: http://www.nationale-naturlandschaften.de/zertifizierte-naturschutzprojekte/huempfershausen-flurstueck-685/

 

Ansprechpartnerin Thür. Verwaltung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön:
Mandy Surma; Telefon: +49 (361) 57 392 3336,
E-Mail: mandy.surma@nnl.thueringen.de

Ansprechpartnerin EUROPARC Deutschland e. V.:
Dr. Katja Arzt; Telefon: +49 (30) 2887 882-25,
E-Mail: katja.arzt@europarc-deutschland.de

 

13.02.2019

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Alte und seltene Birnensorten prägen die Streuobstwiese in Hümpfershausen (Foto: Landschaftspflegeverband Biosphärenreservat Thür. Rhön e. V.)

Bei der herbstlichen Obsternte (Foto: Landschaftspflegeverband Biosphärenreservat Thür. Rhön e. V.)

Naturschutzzertikate als Finanzierungsmöglichkeit von Landschaftspflegemaßnahmen artenreicher Lebensräume - ein Projekt in den Nationalen Naturlandschaften Deutschlands (Foto: EUROPARC Deutschland e. V.)

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