Wildflecken/Oberbach - 06.12.2018Biosphärenreservat Rhön

Neue Ausstellung im Biosphärenzentrum Rhön in Oberbach"Windenergie im Wald"

Der Ausbau der Windenergie ist zur Gefahr für zahlreiche Wildtiere geworden. In Deutschland fallen den Windkraftanlagen heute im Jahr bis zu 250.000 Fledermäuse und über 12.000 Greifvögel zum Opfer. Besonders gilt das im Wald. In den für Windparks geeigneten Hochlagen finden sich vielfach wertvolle, alte und naturnahe Waldbestände, die ein Garant der biologischen Vielfalt sind. Deutschland braucht dringend einen einheitlichen, hohen Standard, um Natur- und Artenschutz in die Energiepolitik zu integrieren. Wir erheben unsere Stimme – mit Stellungnahmen an die Verantwortlichen und Diskussionsbeiträgen. Wir sammeln Fakten, erstellen Studien und unterstützen juristisches Vorgehen gegen rechtswidrige Baugenehmigungen.

Der Ausbau der Windenergie in Deutschland schreitet voran 


Anfang 2017 waren an Land 28.675 Windenergieanlagen installiert. Nach den Plänen der Bundesregierung und vieler Bundesländer soll der Ausbau intensiv weitergehen. Vielerorts gefährdet der naturschutzfachlich unkontrollierte Ausbau von Windenergie die Ziele des Natur- und Artenschutzes, zu denen sich die Bundesregierung mit der „Strategie zur Biologischen Vielfalt“ verpflichtet hat. Daher ist eine sorgfältige Prüfung potentieller Standorte und die umfassende Abwägung aller naturschutzfachlichen Belange notwendig, bevor Windparks errichtet werden.

Mit der Öffnung des Waldes als Standort für Windenergieanlagen werden die Potenziale einerseits beträchtlich erweitert, zugleich verschärfen sich aber die Konflikte zwischen dem Ausbau der Windenergie und dem Natur- und Artenschutz. Denn Wälder haben einen hohen ökologischen Wert und werden durch den Bau und Betrieb von Windenergieanlagen langfristig in ihrer Funktion als Lebensräume für Wildtiere beeinträchtigt. Seit 2010 hat sich die Anzahl an Windenergieanlagen im Wald innerhalb Deutschlands versiebenfacht. Den bislang stärksten Zubau gab es 2016 mit bundesweit 387 Neuanlagen und einer Gesamtleistung von 1.094 MW.

WILDTIERE DÜRFEN NICHT DIE VERLIERER DER ENERGIEWENDE SEIN.

Waldgebiete sind im Vergleich zu Agrarlandschaften weit weniger intensiv vom Menschen genutzt und daher oft ein wichtiger Rückzugsort für bedrohte Tierarten, insbesondere für Fledermäuse und Vögel. Alle in Deutschland heimischen Fledermausarten stehen mittlerweile auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Es ist dringend notwendig einen hohen Standard bei der Anwendung von Natur- und Artenschutz in die Energiepolitik zu integrieren, um einen weiteren Rückgang gefährdeter Wildtiere zu vermeiden. (Quelle: https://www.deutschewildtierstiftung.de/naturschutz/windenergie-und-artenschutz)

Die Ausstellung dazu ist seit dem 04.12.2018 bis zum 30.04.2019 im Biosphärenzentrum Rhön "Haus der Schwarzen Berge" in Oberbach während der üblichen Öffnungszeiten zu sehen.

06.12.2018

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Ausstellung im Biosphärenzentrum Rhön HSB

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