Lichtverschmutzung und Artenschutz

"Der Tag-Nacht-Rhythmus ist der grundlegendste Rhythmus des Lebens." Prof. Dr. Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz

Lange wurde das Thema künstliches Licht bei Nacht im Naturschutz nicht als problematisch gesehen und viele Maßnahmen nur in einem teilzeitlichen Kontext gesehen. Dabei ist auch der größte Teil der in der Rhön lebenden und geschützten Tiere nachtaktiv. Ihr Habitat ist nur dann gesund, wenn in der Nacht nur die natürliche Lichtstärken vorherrschen. Erreicht der Taghimmel bis zu 128.000 Lux, so sind es bei Vollmond nur noch 0,3 Lux und bei Neumond sogar unter 0,0001 Lux. Nach diesen Lichtstärken hat sich das Leben auf der Erde entwickelt. Jedes künstliche Licht ist also eine Unterbrechung dieses grundlegensten Rhythmus der Natur und damit ein Stressfaktor für jedes Lebewesen.

Umfassende Informationen zum Zusammenhang zwischen Lichtverschmutzung, Biodiversität und Nachtlandschaft hat das Bundesamt für Naturschutz im Skript 336 zusammengefasst.

"Was, wenn wir eines Morgens aufwachen und realisieren, dass all die Naturschutzbemühungen der letzten dreißig Jahre nur die Hälfte der Geschichte erzählen - die Tagesgeschichte?" Travis Longcore & Cathrine Rich

Durch aktuelle Forschungsergebnisse über den dramatischen Rückgang der Insekten im letzten Jahr rückt das Thema Lichtverschmutzung jedoch als eine der Hauptursachen in den Fokus, beispielsweise im Eckpunktepapier der deutschen Bundesregierung
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Der natürliche Wechsel von hell/Tag und dunkel/Nacht ist der grundlegendste Rhythmus jeglichen Lebens und ein wichtiges Element funktionierender Ökosysteme. Unterbrechungen bedeuten immer eine Störung. Licht bei Nacht sollte daher so belastungsarm und emissionsfrei wie möglich eingesetzt werden.
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Blick von der Rhön Richtung Westen

Ein Betriebsgelände direkt an der Kernzone des Biosphärenreservates

Eine in 800 m entfernte betriebliche Leuchte beleuchtet den Wald

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