Wildflecken

Hermann Eckert hat von einem Hang aus südöstlicher Richtung das Bild mit Blick auf Markt Wildflecken aufgenommen. In der Bildmitte fällt einem die Pfarrkriche St. Josef auf. Dahinter zieht sich der Ortskern am Sinntal entlang. Angelegt wurde der Ort als Straßendorf, deren Gebäude entlang der heutigen Brückenauer und Bischofsheimer Straße aufgereiht waren. Zu erkennen sind auch die Gärten, die sich hinter den Höfen des Ortes befinden und aneinander gereiht sind. Auf den Flächen stehen meist Obstbäume. An die Ortschaften schlossen sich Ackerflächen an. Zu erkennen ist die durch die fränkische Realerbteilung entstandenen schmalen Gewannfluren, die sich längst den Hang hinauf ziehen. Die Streifenfluren waren durch Feldwege zugänglich, die senkrecht durch die Ackerflächen führten. Im Hintergrund lassen sich die Gipfel von Rückberg, Rabenstein und Eierhauck sehen.

 

Eine freie Sicht wie vor 90 Jahren gibt es von diesem Standort nicht mehr auf Wildflecken. Im Vordergrund sind die Bäume hoch gewachsen, dahinter verläuft die Umgehungsstraße. In der Bildmitte ragt der Turm der Pfarrkirche hervor. Um die Kirche lassen sich alte Gebäude erkennen. Während der Hang hinter Wildflecken vor 90 Jahren noch landwirtschaftlich genutzt wurde, so hat sich an dieser Stelle die Siedlung erweitert. Die bestehende Offenflächen, die nur noch als Grünland verwendet wird, wurde vom Wald, der sich hangabwärts weiterausgebreitet hat, eingedämmt. Die Bedeutung der Landwirtschaft hat deutlich in Wildflecken an Bedeutung verloren. In der Bildmitte lassen sich noch die alten Gartenflächen, die hinter den Höfen im ursprünglichen Angerdorf angelegt wurden sind, erkennen. Die ursprüngliche Struktur des Straßenangerdorfes blieb an dieser Stelle erhalten. Nach Norden hat sich die Siedlung aber seit den 1930er Jahren nach Norden erweitert. Die bunten Gebäude die in der Bildmitte zu sehen sind, gehören zu der Siedlungserweiterung, die im Zuge des Baus von dem Truppenlagerübungsplatzes erstellt wurde. Hinter Wildflecken befindet sich heute der Truppenübungsplatz. Auf dem Bild lässt sich die Nutzung erneuerbarer Energien erkennen. So nutzen die Bewohner die Südhanglage, um die Dächer mit Solar-Panels für die Stromerzeugung auszustatten.

Historische Ansicht von Wildflecken (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutiger Blick auf Wildflecken (Foto: Matthias Poppe)

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