Blick auf den Kreuzberg

Vom Arnsberg blickt man auf die Westflanke des dritthöchsten Berg der Rhön: der Kreuzberg. Der Kreuzberg ist vulkanischen Ursprungs. Basaltblockmeere an der Kuppe des Berges zeugen heute von der vulkanischen Aktivität vor etwa 30 Mio. Jahren. Während die Nordseite des Kreuzberges weites gehend offen ist, so zog sich schon früher nach Süden hin ein Wald. Auf dem historischen Bild sieht man eine Straße, die sich entlang des Kreuzberges zieht. Sie führt zu einer Ansammlung von Gebäuden, die sich rechts unterhalb des Gipfels befindet. Es handelt sich um das Kloster Kreuzberg, was 1644 von Franziskanern gegründet wurden ist. Seitdem ist der Kreuzberg ein Wallfahrtsort geworden. Zu dem Kloster gehört auch eine Brauerei. Die weiten Bergwiesenflächen werden durchzogen von einem Weg, die in das Tal geht. Diese Senke ist das Quellgebiet der Sinn.

Auch heute erhält man wie vor 90 Jahren noch einen Blick auf den heiligen Berg der Franken. Die Flächen zwischen dem Arnsberg und Kreuzberg werden heute extensiv genutzt, das Sinnquellgebiet ist mittlerweile eine Kernzone des Biosphärenreservats Rhön. Doch kommen mehr Hecken und Büsche vor, was darauf hinweist, dass an manchen Stellen schon die Sukzession eingesetzt hat. Der Wald auf dem Kreuzberg ist dichter geworden. Trotzdem lässt sich noch die Zufahrtsstraße zum Kloster erkennen, die stark frequentiert ist. Denn auch heute ist der Kreuzberg mit seinem Kreuzweg noch ein wichtiger Wallfahrtsort sowie mit am meisten besuchte Tourismusziel der Rhön. Unterhalb des Sendemasts, der  1951 vom Bayerischen Rundfunk gesetzt wurde, steht auf der kleinen erkennbaren freien Fläche die drei Golgatha-Kreuze. Sie markieren das Ende des Kreuzweges. Der Wald an der Nordseite wird von Schneisen durchzogen, die im Winter als Skipisten genutzt werden.

Damaliger Blick vom Arnsberg auf den Kreuzberg (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutiger Blick auf den Kreuzberg (Foto: Matthias Poppe)

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren