Blick auf Sandberg

Vom heiligen Berg der Franken, dem Kreuzberg, am Basaltblockmeer „Johannisfeuer“ nahm Hermann Eckert ein Bild der Südrrhön auf. Dominant in der Bildmitte ist die Ortschaft Sandberg, eines der fünf Walddörfer. Um Sandberg, welches auf einem Bergrücken liegt, sind weite Flächen gerodet und wurden für den Ackerbau verwendet. An die Ackerflächen schließen sich weitflächig Wälder an. Sandberg ist mit den anderen vier Walddörfern eines der jüngsten Siedlungen in der Rhön und besitzt die Struktur eines Straßenangers: entlang einer breiten Straße stehen giebelständig nebeneinander Häuser aufgereiht. Hinter den Häusern liegen linear angeordnet die schmalen Grundstücke der Gehöfte. Die Dörfer, die erst im 17. Jahrhundert gegründet wurden sind, liegen im Gebiet des Salzforstes. Der Begriff des Salzforstes rührt von den schlechten Bodenbedingungen, die eine Bewirtschaftung nur sehr eingeschränkt möglich machten. Lange Zeit wurde deshalb das Gebiet nicht gerodet. Erst durch ein höheres Bevölkerungswachstum und den Mangel an Ackerbau führte zu der Rodung der Gebiete und der Ansiedlung von Menschen auf den Ausläufern des Kreuzberges. Auf dem historischen Bild ist noch das alte Dorfbild zu erkennen, was bis noch in die Mitte des 20. Jahrhunderts zu beobachten war.

Da der Wald weiter in die Höhe gewachsen ist, kann man nun nicht mehr vom Basaltblockmeer „Johannisfeuer“ in die Südrhön blicken. Stattdessen erhält man vom Drachenflugplatz auf der Südostseite des Kreuzberges einen ähnlichen Blick auf Sandberg. In den 1950er Jahren kam es zu einem Umbau des Dorfes Sandberg. In der aktuellen Ansicht von Sandberg ist zu erkennen, dass sich Nebenstraßen hinzugefügt wurden und entlang des Straßenangers mehr Häuser gebaut wurden sind. Die nach hinten linear gezogenen Grundstücke sind so nicht mehr sichtbar. Der Anteil an Offenflächen ist vorwiegend erhalten geblieben, doch hat sich Änderung der Offenlandschaften geändert. Verschwunden sind die Streifenfluren, Hecken sind gewachsen und es liegt mehr Grünland vor. Ackerbau wird weniger betrieben, da dies der Boden nicht hergibt. Erhalten blieben die bis heute weitflächigen Wälder um das Walddorf herum.

Historische Ansicht vom Johannisfeuer auf Sandberg (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutiger Ausblick vom Drachenflugplatz auf Sandberg (Foto: Matthias Poppe)

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