Stadt Fladungen

Auf dem historischen Bild von Hermann Eckert blickt man auf die Stadt Fladungen im östlichen Rhönvorland. Markant ragt die Kirche St. Kilian aus der Stadt heraus, daneben ist das ehemalige Würzburger Amtshaus. Beide Gebäude stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der quadratisch bis fünfeckige Grundriss wird vollständig von einer Stadtmauer umfasst, auf der Türme aufgesetzt sind. In der rechten Bildmitte sind vier Türme davon zu sehen. Da die Bodenqualität in der vorderen Rhön sehr gut war und auch noch ist, wurde das Land bereits schon im 5./6. Jahrhundert gerodet und besiedelt. Das historische Bild zeigt, dass Anfang des 20. Jahrhundert die Landwirtschaft noch eine große Rolle gespielt hat. Im Hintergrund der Stadt erhebt sich der Kapellenberg, auf denen Streifenfluren angelegt wurden sind. Durch die Äcker ein Kreuzweg hoch zu der Sankt-Gangolfs-Kapelle, die in der Mitte der oberen Bildhälfte herausragt. Auch im Vordergrund ist die Nutzung der Flächen für die Landwirtschaft sichtbar, sowie der vermehrte Obstanbau.

Auch heute erhält man noch so einen Überblick auf die Stadt, der stets von dem Turm der Kirche und dem Amtshaus dominiert wird. Um die Stadtmauer herum hat sich die Siedlung weiter ausgebreitet. Landwirtschaftlich genutzte Flächen um die Stadt herum sind auch noch vorhanden. Allerdings sind die Felder nicht mehr in Streifenfluren unterteilt, sondern durch Flurbereinigung nun größer. Die auf dem Kapellenberg stehende Sankt-Gangolfs-Kapelle kann heute immer noch über den Kreuzweg erreicht werden. Dahinter ragen die Berge der Langen Rhön auf, unter anderen die hinter der Kapelle liegende Rother Kuppe. Auch wenn in Gegensatz zu anderen Gebieten in der Rhön die Landwirtschaft hier noch eine Rolle spielt, so hat sich der Waldanteil erhöht. Deutlich ist dies an den Hängen im Hintergrund, die zur Langen Rhön führen, zu sehen. Früher wurden entlang der Hänge die Gebiete für Hutungen genutzt.

Historische Ansicht von Fladungen (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutige Sicht auf Fladungen (Foto: Matthias Poppe)

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