Eckarts im Sinntal

An Wernarz im Sinntal grenzt flussabwärts an dem Auslauf des Krechenbachtals das Örtchen Eckarts an, welches bereits zu der Gemeinde Zeitlofs gehört. Vor dem Ort breiten sich die Wiesenauen um die Sinn und dem im Vordergrund zu sehenden Mühlenbach aus, die von Rindern beweidet und für die Heugewinnung benutzt wurden. Durch das Tal zieht eine Stromtrasse durch. Vereinzelt stehen Bäume und Büsche in der Aue. Die Hänge dagegen wurden für den Ackerbau genutzt. Die Äcker sind sichtbar als Streifenfluren, die längst entlang des Hanges sich ziehen und von Lesesteinhecken begrenzt waren. Zugang zu dem Ort gab es durch einen Weg der von einem größeren Weg auf der anderen Seite des Tals kommt. Am linken Bildrand fällt ein weißes Haus auf. Es handelt sich um die Papiermühle, die 1804 erbaut wurde und ab 1880 als Pappenfabrik genutzt wurde. Heute ist die Fabrik still gelegt. Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild und liegen entlang einer Straße, wo auch die Kirche mit dem kleinen Glockenturm steht. Die Straße führt von der Kirche hoch auf einen Erhebung, wo das Backsteingebäude der Schule thront.

Für den Blick auf Eckarts muss man heute auf der anderen Hangseite sich höher stellen, damit man über die hochgewachsenen Bäume blicken kann. Dabei taucht die Siedlung von Eckarts auf, die auf der anderen Talseite liegt. Ob diese Siedlung schon vor 90 Jahren dort existierte, lässt sich aus dem historischen Bild nicht erkennen. Eckarts kann man heute immer noch über die Straße erreichen, die schon früher dort über das Tal verlief. In der Aue der Sinn sind die Hecken größer geworden, die Grünflächen werden noch für Beweidung genutzt. Der Hang zum Krechenbachtal führend wird nicht mehr für den Ackerbau genutzt, das Grünland ist kleiner geworden und der Wald ist weiter nach vorne gerückt. Neben den älteren Kirche wie die bereits erwähnte Kirche und Schule sind neue Häuser erbaut wurden. Landwirtschaft scheint für Anwohner nicht mehr so im Mittelpunkt zu stehen. Auch die Gewinnung von Energie hat sich geändert, wie die auf den Dächern aufgestellten Solarzellen hinweisen.

Damaliger Blick auf Eckarts (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutige Sicht auf Eckarts (Foto: Matthias Poppe)

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren