Römershag im Sinntal

Folgt man der Sinn flussabwärts, erreicht man einen kleinen Ortsteil von Bad Brückenau: Römershag. Die Geschichte des Ortes reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. An der Stelle des Ortes wurde eine Wehrburg für die Klosterabtei Fulda gebaut. Zu Zeiten Eckerts statt schon lange nicht mehr die Talburg, dafür fällt im Vordergrund das Renaissanceschloss von Römershag auf, welches nach dem 30jährigen Krieg errichtet wurde. Auf dem historischen Bild ist auch noch die später angebaute Kirche am Schloss zu erkennen. Die kleine Ortschaft lebte durch die Landwirtschaft, die sie in dem engen weites gehend möglich betrieben, sowie durch den Betrieb von Mühlen an der Sinn. Am Rande des zu sehenden Forstes wurden auch Fichten angepflanzt, die an sich nicht typisch für den Waldbestand in der Rhön sind. Früher führte auch durch Römershag die Sinntalbahn.

Der Blick auf Römershag hat sich heute drastisch geändert. Der Anblick wird heute von der Brücke der A7, die über den Höllgraben führt, stark beeinflusst. Man kann sich vorstellen, wie sich mit dem Bau der Autobahn auch die Geräuschskulisse verändert hat. Eine freie Sicht auf das Schloss, was heute als Pflegeheim genutzt wird, ist durch die hochgewachsenen Bäume entlang der Sinn und vor dem Schloss nicht mehr möglich. Die Siedlung hat sich entlang des Hanges ausgedehnt und der Baukran deutet auf eine weitere Bebauung hin. Die offenen Flächen werden größtenteils als Grünland oder zum Teil auch für den Ackerbau verwendet. Eine weitere infrastrukturelle Veränderung ist auch auf dem aktuellen Bild zu erkennen. Quer durch das Bild ziehen sich Stromleitungen. Im dahinterliegenden Wald beginnt dann der Truppenübungsplatz auf dem Dammersfeld.

Historische Ansicht von Römershag (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutige Ansicht von Römershag (Foto: Matthias Poppe)

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