Frankfurter Hütte auf dem Simmelsberg

Südöstlich von Gersfeld erstreckt sich ein Plateau mit Kalkweiden, Magerwiesen und Basaltfelsen, von wo man einen weiten Blick in alle Himmelsrichtungen auf die Rhön erhält. Auf dem soeben beschriebenen Simmelsberg hat Hermann Eckert die Frankfurter Hütte aufgenommen, die 1938 vom Frankfurter Rhönklub erbaut wurden, nachdem sie ihren alten Stützpunkt auf dem Dammersfeld auf Grund des neu gebauten Truppenübungsplatzes verloren hatten. Die Frankfurter Hütte wurde als Wanderhütte für Vereinsmitglieder genutzt, die von dort aus die Rhön bewandern konnten. Der Blick schweift in Richtung Nordnordosten über das Ehrengrundtal. Links im Bild sieht man das Örtchen Mosbach. An den Hängen geht es hoch auf die Lange Rhön. Weit reichen die offen gehaltenen Flächen, die im Tal für Ackerbau und ansonsten für die Beweidung und Heugewinnung genutzt werden. Die Hänge sind zum Teil noch bewaldet und unterhalb von Mosbach taucht ein Wald auf.

So einen freien Blick mit der im Vordergrund stehenden Hütte ist heute nicht mehr möglich. Um die Hütte wurden Bäume gepflanzt, das Haus selber erhielt noch einen Anbau. Man kann nur auf die vorderen Hänge zur Langen Rhön hinblicken, doch nicht mehr auf das Örtchen Mosbach. Seit längeren werden die Hänge anscheinend nicht mehr beweidet, sodass eine schnellfortschreitende Sukzession bis heute noch andauert. Die Hütte selbst ist unbewirtschaftet, kann aber auf Anfrage genutzt werden für Übernachtungen. Der Simmelsberg ist immer noch ein touristisches Ziel für Wanderer, Radfahrer und Skifahrer im Winter.

Die Frankfurter Hütte auf dem Simmelsberg vor etwa 90 Jahren (Sammlung Hermann Eckert/Rhönmuseum Fladungen)

Heutiger Blick auf die Frankfurter Hütte (Foto: Jan Gensler)

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