Tagfalter Tagpfauenauge

Kurzsteckbrief Tagpfauenauge (Inachis io)

Das Tagpfauenauge ist einer der bekanntesten heimischen Schmetterlinge und in fast ganz Europa und in Asien bis nach Japan weit verbreitet und häufig. Der Falter gehört zu der Familie der Edelfalter und überwintert als erwachsenes Tier in leicht feuchten und geschützten Winterquartieren, wie Höhlen, Fuchsbauen, Kellern, Garagen oder Dachböden. Nach der Überwinterung fliegen die Falter von März bis Mai, ihre Nachkommen von Juni bis Oktober in zwei Generationen. Das Tagpfauenauge ist gut erkennbar an der rostroten Färbung der Flügeloberseite und den schwarz, blau und gelben Augenflecken an jeder Vorder- und Hinterflügelspitze. Die Flügelunterseite ist fein dunkelgrau und schwarz marmoriert. Die großen Augen sollen möglichst Fressfeinde abschrecken, umgekehrt dient die graubraune Flügelunterseite der Tarnung im zusammengeklappten Zustand.


Die Rhön als Lebensraum

Die Raupen kann man im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön auf Wiesen, Waldrändern und Schutthalden finden, die große Bestände ihrer bevorzugten Futterpflanze, der Brennnessel, haben. Die erwachsenen Falter dagegen ernähren sich von Nektar und sind nicht so wählerisch was ihre Futterpflanzen angeht, es wurden mehr als 200 Nektarpflanzen registriert. Zu Beginn des Frühjahrs besuchen sie Weiden, Huflattich, Schlehen, Pflaumen und Löwenzahn, im Sommer Disteln, Flockenblumen, Skabiosen, Klee und Luzerne. Im Herbst fliegen sie neben Spätblühern wie Astern, Studentenblumen und Efeu auch Obst als Nahrungsquelle an. Somit kann man das Tagpfauenauge in der Rhön sowohl in Siedlungen als auch in der Natur überall dort finden, wo seine Futterpflanzen wachsen.

Tagpfauenauge auf Skabiose (Foto: Uwe Steigemann, BR Rhön)

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