Der Stieglitz – Ein Vertreter vielfältiger und bunter Landschaften


Der Stieglitz erfährt bundesweit drastische Bestandseinbußen, da seine Nahrungsquelle, die samenreichen Wiesenlandschaften und Brachflächen, durch die Intensivierung der Landwirtschaft zunehmend verloren geht. Im Biosphärenreservat Rhön ist der farbenfrohe Stieglitz aufgrund der Vielzahl von naturnah bewirtschafteten Wiesen- und Weideflächen noch häufig zu beobachten.


Der farbenfrohe Stieglitz (Carduelis carduelis) ist mit seinem schwarz-rot-weißen Kopf und dem auffällig gelben Flügelfeld unverwechselbar und vielen Menschen gut vertraut. Der gesellige wie stimmfreudige Singvogel ernährt sich vor allem von Sämereien verschiedener Kräuter und Sträucher, die er geschickt mit seinem spitzen Schnabel sammelt und aufknackt. Seine besondere Vorliebe für Distelsamen hat dem Stieglitz auch den Beinamen „Distelfink“ eingebracht. Aufgrund dieser größtenteils vegetarischen Lebensweise sind Stieglitze jedoch auf das zahlreiche Vorkommen unterschiedlicher Stauden und Wildkräuter angewiesen. Solche samenreichen Wiesenlandschaften und Brachflächen gehen allerdings durch die Intensivierung der Landwirtschaft zunehmend verloren, und so hat auch der Stieglitz in den letzten Jahren starke Bestandseinbußen erlitten.


Die Rhön als Lebensraum für den Stieglitz

Im Biosphärenreservat Rhön kann der Stieglitz noch regelmäßig beobachtet werden. Wie auch eine Vielzahl anderer Singvögel profitiert der Distelfink von naturnah bewirtschafteten Weideflächen, Ackerrandstreifen und bunten Wildblumenwiesen, wie sie in der Rhön noch vielerorts zu finden sind. Auch in siedlungsnahen Gärten werden die geselligen Tiere oftmals in kleinen Gruppen gesehen, sofern sie dort Nahrung finden. Hier kann man durch die gezielte Aussaat von Wildblumen und samentragender Kräuter sowie dem Zulassen von „wilden Stellen“ im Garten gezielt dem Stieglitz und anderen Singvögeln helfen.

Der Stieglitz wurde gemeinsam von NABU und LBV zum Vogel des Jahres 2016 ernannt.

Der Stieglitz - Vogel des Jahres 2016 (Foto: piclease)

Der Distelfink auf einer Kratzdistel (Foto: T. Gerlach)

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren