Schwarzstörche in der Rhön – scheue wie heimliche Waldbewohner

Der Schwarzstorch gilt als Kulturflüchter und lebt zurückgezogen in feuchten Wäldern. Zur Brutzeit sind die Tiere äußerst scheu und störungsanfällig. Durch konkrete Schutzmaßnahmen müssen dem Schwarzstorch weiterhin Lebensraum und Rückzugsorte ermöglicht werden.

 

Durch seine Größe, sein metallisch-schwarzes Gefieder und die markant rote Färbung von Beinen und Schnabel ist der Schwarzstorch (Ciconia nigra) unverwechselbar. Ganz anders der nah verwandte Weißstorch ist der Schwarzstorch allerdings nicht in Dörfern und Siedlungen anzutreffen, denn er ist ein ausgesprochener Kulturflüchter. Schwarzstörche bewohnen alte, ruhige Wälder mit ausreichenden Feuchtflächen zur Nahrungssuche. Naturbelassene Waldbäche, Tümpel und Bruchwälder werden hierfür bevorzugt.

Als Zugvögel verbringen Schwarzstörche die kalte Jahreszeit in Afrika, kommen jedoch im Frühling bereits wieder in ihre Brutgebiete zurück. Hat sich der Nistplatz des Vorjahres als erfolgreich und störungsfrei erwiesen, suchen Schwarzstörche über Jahre hinweg dasselbe Nest auf.
An ihrem Brutplatz sind Schwarzstörche jedoch extrem störungsempfindlich: Bei falscher forstwirtschaftlicher Nutzung oder Besucherdruck reichen bereits Einzelstörungen, um die Brut abzubrechen.

 

Der Schwarzstorch in der Rhön

Einst fast ausgestorben, ist der Schwarzstorch heute wieder in der Rhön heimisch. Durch konkrete Hilfsmaßnahmen, Ausweisung von Schutzgebieten und Horstschutzzonen sowie konsequenter Vermeidung von Störungen zur Brutzeit erholen sich die Bestände des Schwarzstorches vielerorts. Im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön kann der Schwarzstorch als Zielart des Artenschutzes mit etwas Glück bei Balzflügen im Frühling beobachtet werden.

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren