Kernzone Rhönkopf-Streufelsberg

Größe & Lage

Die Kernzone Rhönkopf-Streufelsberg umfasst eine Gesamtfläche von 138,20 Hektar. Seit 1990 besteht eine Fläche von 73,51 ha als Totalreservat. Mit der überarbeiteten Verordnung von 2006 wurde die Fläche auf ihre Größe von 112,21 ha erweitert. Im Zuge der Evaluierung und der Erweiterung des gesamten Biosphärenreservat Rhön erfolgt eine Flächenausdehnung auf die oben genannte Größe.



Beschreibung & Bestand

Die an Alt-und Totholz reichen Blockwäldern der Kernzone setzen sich auf bayerischer Seite im „Huflarer Wald“ fort. Auf dem ehemals trennenden Grenzstreifen sind ahornreiche Pionierwälder entstanden. Die typischen Wälder der Kernzone „Rhönkopf-Streufelsberg“ besteht aus Eschen-Ahorn-Schlucht- und Schatthangwäldern. Das Ausdauernde Silberblatt und die Teufelskralle sind in diesen Bereichen stark vertreten. Auf den weniger blocküberlagerten Hangbereichen sind der Waldgersten-Buchenwald und der Zahnwurz-Buchenwald die charakteristischen Waldgesellschaften des Rhönkopf-Streufelsberg.


Ein großer Quellenreichtum und temporär fließende Bäche zeichnen die Flächen aus. In einigen Quellen lebt die endemische Rhönquellschnecke.


Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit und Niederschlägen kann sich die Lungenflechte (Lobaria pulmonaria) hier halten. Die Echte Lungenflechte ist eine stark gefährdete Blattflechte. Sie wächst auf der Rinde von Bäumen und zwar vorwiegend auf Ahorn und Eiche. Die Lungenflechte gilt als ein Indikator für intakte Ökosysteme.

 

Tourismus

In die Kernzone selber führen keine Wanderwege hinein. Jedoch bietet das Gebiet rund um Frankenheim und Birx ausreichend Möglichkeiten, die Schönheiten der „Hohen Rhön“ zu erkunden.

 

 


Textquelle: Naturschutzgebiete Thüringens, TLUG und Stiftung Naturschutz (Hrsg.), 2012

Stehendes Totholz (Foto: K.Marbach, BR Rhön)


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