Kernzone Rhönwald

Größe & Lage

Die Kernzone Rhönwald umfasst eine Gesamtfläche von 134,26 Hektar. Teilbereiche wurde bereits 1960 mit einer Flächen von 53,2 ha als NSG einstweilig sichergestellt. Es folgten Erweiterungen 1982 und 1990. Die letzte Erweiterung erfolgte 2006 zur jetzigen Größe.

 

Beschreibung & Bestand

Der Rhönwald ist ein Ausschnitt aus der Nordabdachung der Hohen Rhön innerhalb der weit gespannten Quellmulde der Weid.

Im hier vorkommenden Waldgersten-Buchenwald sind, neben der vorherrschenden Buche in der Baumschicht, Edellaubhölzer wie Berg-Ulme und Berg-Ahorn prägend. An Sträuchern sind Rote Heckenkirsche, die Weißdornarten, Roter Hartriegel und Seidelbast zu nennen. Die Bodenvegetation setzt sich aus Arten der Bingelkraut- und der Goldnesselgruppe zusammen.

Im ehemaligen Grenzstreifen, der seit 2006 zur Kernzone Rhönwald gehört, wird der Sukzession freien Lauf gelassen. Dadurch wird der Biotopverbund mit dem NSG "Westlicher Rhönwald" auf hessischer Seite sowie entlang der ehemaligen innerdeutschen Grenze ("Grünes Band") gewährleistet.

Aufgrund seines Strukturreichtums und der Vielzahl an stehendem Totholz weist den Rhönwald eine hohe Artenvielfalt aus.

Von besonderer Bedeutung sind ferner die vielen kleinen Quellen und Quellbäche, in denen die endemische Rhön-Quellschnecke lebt.

 

Tourismus

Günstiger Ausgangspunkt für Wanderungen ist der Berg-Gasthof „Thüringer Rhönhaus“ an der Südostecke des NSG mit regionalen und überregionalen Wanderwegen.

 

 

Textquelle: Naturschutzgebiete Thüringens, TLUG und Stiftung Naturschutz (Hrsg.), 2012

Gelbes Buschwindröschen (Foto: K.Marbach, BR Rhön)


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