Ibengarten

Das Gebiet des heutigen Ibengarten gehörte bis ins 13. Jahrhundert den Herren von Nithardishusen. 1214 ging der Besitz an das Bistum Fulda und später an das Kloster Zella über. 1764 wurde der Flurbereich dem Herrschaftsbereich des Großherzogtums Sachsen-Weimar-Eisenach zugeordnet.

 

Naturschutzfachlicher Schatz:

Bereits 1938 wurde der Ibengarten in der Rhön als Naturschutzgebiet ausgewiesen und ist jetzt Pflegezone des BR Rhön. Der Kernbereich mit dem Eibenbestand hat eine Fläche von 12 Hektar. Er repräsentiert zwar nicht den größten Eibenbestand Thüringens, aber beeindruckt durch die Abmessungen und das Alter seiner Eiben. Die ältesten Exemplare dieser bizarr geformten, urwüchsigen Baumart sind bis zu 800 Jahre alt. Diese haben einen Stammdurchmesser von bis zu 75 cm.


Touristischer Schatz:

Seit 2006 führt auch der Premium-Wanderweg "Der Hochrhöner" durch den Ibengarten. Hier wird der Ibengarten als "Grüner Tunnel" beschrieben.

Unweit der alten Eibenbäume befand sich auch die Höhle des legendären "Rhönpaulus". In der Höhle soll sich der berüchtigte Rhönräuber Paulus öfters aufgehalten haben.

Folge dem familienfreundlichen Erlebnisweg mit Holzskulpturen und Erlebniselementen, um die Geschichten des Rhönpaulus zu entdecken und erfahre, was die uralten Eiben des Ibengartens zu berichten haben.

 

Historischer Schatz:

Der Dermbacher Förster Otto Staudt (1920-1936) war ein Pionier der Naturschutzbewegung in Thüringen. Er erkannte den Wert des Eibenvorkommens und warb um Verständnis und Unterstützung bei den Behörden. Dank seiner Bemühungen wurde der Ibengarten als größter Bestand wildwachsender Eiben im Lande Thüringen am 24. Januar 1938 auf der Rechtsgrundlage des Reichsnaturschutzgesetzes (vom 26. Juni 1935) unter Naturschutz gestellt. Es ist damit das älteste Naturschutzgebiet im Biosphärenreservat Rhön/Thüringen.

 

Weitere Informationen und Auskunft:

Forstamt Kaltennordheim
Ernst-Thälmann-Strasse 1
36452 KaltennordheimTel.: 036966-8360
Email: forstamt.kaltennordheim@forst.thueringen.de

Fotos: R. Zörner, Forstamt Kaltennordheim


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