Lange Rhön

Die Lange Rhön ist ein naturräumlich abgegrenzter Teil der Hohen Rhön. Auf dem basaltenen, weitgehend waldfreien Bergrücken zwischen Bischofsheim/Rhön und Kaltenwestheim erhebt sich das "Land der Offenen Fernen" auf Höhen zwischen 600 und 926 m. Über Jahrhunderte ist hier durch die Wirtschaftsweise des Menschen eine Kulturlandschaft entstanden, die durch ihre Kargheit und gleichzeitig ihre Artenvielfalt zu begeistern weiß.

Naturschutzfachlicher Schatz:
Der ursprüngliche Buchenwald auf der Langen Rhön ist zu großen Teilen mittelalterlichen Rodungsphasen zum Opfer gefallen. In der anschließenden Nutzung des Landes als Mähwiesen und Weideflächen hat sich auf diesen Standorten eine große Artenvielfalt an Blütenpflanzen und Bodenbrütern eingestellt. Die Trollblume und die Arnika, die Bekassine und das Birkhuhn sind nur einige davon. Aus diesem Grund ist die Lange Rhön das größte Naturschutzgebiet in Bayern außerhalb der Alpen. und es besteht Wegegebot im gesamten Naturschutzgebiet.

Touristischer Schatz:
Die Lange Rhön gehört zu den eindrücklichsten Wandergebieten in Deutschland. Hier lässt sich besonders gut das "Land der offenen Fernen" erleben. Auch "DER HOCHRHÖNER", ein ausgewiesener Premiumwanderweg mit seinen "Extratouren", lädt zu ausgedehnten Wanderungen ein. Aber auch Mountainbiker und Ski-Langläufer kommen hier auf ihre Kosten. Um die Belange des Naturschutzes und der Erholungssuchenden in Einklang zu bringen, sind auf der Langen Rhön gemeinsame Nutzungskonzepte entwickelt worden.

Kulturhistorischer Schatz:
Ausgehend von dem Kloster, das der Legende nach vom Hl. Bonifatius im Jahr 750 n.Chr. in Bischofsheim a.d.R. gegründet wurde, gab es entlang der Flüsse Brend und Streu, aber auch auf dem Hochplateau der Langen Rhön zahlreiche Siedlungsgründungen. Die Siedlungen in den Hochlagen wurden nach der Zeit des frühmittelalterlichen Klimaoptimums, vor etwa 600 Jahren, aber wieder verlassen.


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