Fränkisches Saaletal mit Sodenberg

Angenommen es gäbe einen Ort, an dem man sich fühlen kann wie in einer Landschaft in Frankreich, umgeben von Weinbergen, den Blick gerichtet auf Geschichte und Zukunft, auf Natur und Kultur. Dieser Ort - mitten in Deutschland am südlichen Ende des UNESCO Biosphärenreservat Rhön gelegen bringt uns mit seinem Fernblick ein Stückchen in Urlaubsstimmung. Das fränkische Saaletal!

 

Naturschutzfachlicher Schatz:

Die Fränkische Saale schlängelt sich von Bad Kissingen bis nach Hammelburg durch eine weiche fruchtbare Hügellandschaft. Hier beginnt Frankens Saalestück, die Gegend des Frankenweins, seit Jahrhunderten gewachsen. Das Landschaftsbild ist geprägt von artenreicher Flora und Fauna.
Nach der Stadt Hammelburg erhebt sich der Sodenberg - ein erloschener Vulkan und ein südlicher Ausläufer der Rhön. Mit seinen 481 m über N.N. ist er von großer Bedeutung für das Aufkommen von Adonisröschen, Kuhschelle und Märzenbecher.

 

Touristischer Schatz:

Ausgehend vom Gut Sodenberg führt ein Wanderweg um den Berg, der am Krater und dem ehemaligen Steinbruchgelände vorbeiführt. Am Weg sind Relikte der Steinbruchvorrichtungen, wie etwa ein Tunnel und Mauerreste, zu sehen. Vom Gelände des ehemaligen Steinbruchs öffnet sich ein weiter Blick nach Norden auf die Saale und in die Rhön mit ihren Basaltkuppen.
Wegen des massenhaften Vorkommens von Märzenbechern, Küchenschellen und Adonisröschen ist in den Frühlingsmonaten der Berg ein Anziehungspunkt für alle Blumenliebhaber.

 

Kulturhistorischer Schatz:

Als Besonderheit ist der inzwischen aufgelassene Steinbruch zu sehen. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde der Basalt aus dem Vulkanschlot gefördert, so dass nun in dem umgebenden Kalkgestein ein Krater mit etwa 150 Meter Durchmesser enthalten ist, der in etwa dem Magmapfropfen entspricht. Die ursprüngliche Form des Bergs habe, nach alter Überlieferung, einem schlafenden Löwen geglichen, wobei der Kopf des Löwen heute verschwunden ist. Dem Basaltabbau fiel auch die mittelalterliche Burgruine Sodenberg (Kilianstein), die auf der einst 506 m ü. NN hohen Gipfelkuppe stand, zum Opfer.


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