Die Rhön – für den Rotmilan geschaffen

Der Wechsel von Wald mit einem bunten Mosaik von Wiesen, Weiden, Äckern und Feldgehölzen, zahlreichen Quellen und Bachläufen macht die Rhön zu einer Hot-Spot-Region der biologischen Vielfalt. In einer solch strukturreichen Landschaft fühlt sich der Rotmilan wohl. Meist brütet er in Waldrandnähe. Zur Nahrungssuche fliegt er in die offene Kulturlandschaft. Auch Dörfer und Weiler werden vom Rotmilan aufgesucht.

Anders als in anderen Regionen gelingt es dem Rotmilan in der Rhön noch relativ oft, drei Junge groß zu ziehen. In den Ackerbauregionen, in denen der Mais und andere hochwüchsige Kulturen einen hohen Anteil an der Anbaufläche haben, scheitern die Bruten oft an Nahrungsmangel.

Die Rotmilanstudien von Dipl. Biol. Christian Gelpke zeigen: Im Laufe des Jahres wird die als Nahrungshabitat nutzbare Fläche für den Rotmilan innerhalb seines Reviers meist immer kleiner. Im zeitigen Frühjahr, wenn die Äcker noch kahl sind, nutzt der Rotmilan fast 100 % der Fläche. Wenn im Frühsommer die Pflanzen der Mais-, Raps- und Getreidefelder 30 cm und höher stehen, kommt der Milan nicht mehr an seine Beute. Dann aber beginnt die Zeit des größten Nahrungsbedarfs der Jungen.

Blick vom Pferdskopf über Schwarzerden

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