Das Rebhuhn – Charaktervogel der Feldflur und der Brachflächen

Das Rebhuhn (Perdix perdix) gehört zu den Hühnervögeln. Ursprünglich bewohnten sie Steppen- und Heidelandschaften in weiten Teilen von Europa und Asien. Aufgrund ihrer hohen Anpassungsfähigkeit leben Rebhühner als Kulturfolger in Heiden sowie auf Acker-, Grün- und Brachland sowie Staudenfluren.

Das Rebhuhn ist von der Größe ähnlich eines gewöhnlichen Huhns, aber deutlich kleiner. Es sieht ein bisschen pummelig aus. Das Rebhuhn bewegt sich meist schreitend vorwärts. Es kann aber auch schnell laufen. Der Flug erfolgt meist niedrig über den Boden, wobei längere Gleitstrecken eingelegt werden. Bei Gefahr drückt sich das Rebhuhn eher flach an den Boden.

Die Brutzeit des Rebhuhns beginnt Anfang April bis Mitte Mai, wobei es nur eine Jahresbrut gibt. Nach 23 – 25 Tagen schlüpfen die Jungen. Sie sind Nestflüchter, fliegen mit 14 Tagen und sind nach 5 Wochen selbständig.

In offenen Landschaften, in denen der Boden mit Gräsern bewachsen ist, nisten und brüten Rebhühner besonders gern. Sie lieben Wiesen, die kaum gemäht werden und Felder mit hohen Pflanzen. Dort können sich Rebhühner gut verstecken, und finden genug Nahrung (Sämereien, Insekten). Die Hühnervögel benötigen Hecken, Randstreifen und Staudenfluren zur Deckung und zum Unterschlupf. Intensiv genutzte Agrargebiete zeichnen sich nicht durch ein hohes Insektenvorkommen aus, was das Nahrungsangebot der Vögel stark einschränkt. Gebiete mit vielen Bäumen werden von ihnen gemieden.

Die Rhön als Lebensraum für das Rebhuhn

In Mitteleuropa gilt das Rebhuhn als Steppenvogel und bewohnt Ackerland, große Weidegebiete und Heideflächen. Es bevorzugt besonders die klimatisch milden Gebiete. Im Biosphärenreservat Rhön zählt das Rebhuhn heute zu den selteneren Brutvögeln.
Das Rebhuhn ist stark gefährdet und ist in der Roten Liste aufgeführt. Naturschutzmitarbeiter, Ornithologen und Jäger bemühen sich durch entsprechende Lebensraumgestaltung dieser einst weit verbreiteten Vogelart wieder entsprechenden Lebensraum zu erhalten.

Zum Schutz des Rebhuhns sind Extensivierungsmaßnahmen in der Landwirtschaft unumgänglich. Kleinparzellierte Ackerflächen mit Feldrainen für ein ausreichendes Angebot an Nahrungspflanzen und Insekten wären wünschenswert. Wildkräuter und den an sie angepassten Wirbellosen entlang der Ackerraine würden die Schutzmaßnahmen unterstützen. Eine Erhöhung des Brachflächenanteils käme dem Rebhuhn ebenfalls zugute.

Rebhuhn (Foto: J.Holzhausen, BR Rhön)

Gute Tarnung der Rebhühner (Foto: J.Holzhausen, BR Rhön)

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