Berg-Ulme

(Ulmus glabra)


Wie sieht sie aus?

Die Berg-Ulme wächst zu einem 30 bis 40 m hohen, reich verzweigten Baum mit rundlicher Krone und einer grau-braunen längsrissigen Borke. Das raue Blatt ist breit eiförmig mit einer geschwänzten Blattspitze oder mehrzipflig auslaufend. Am Stiel ist es asymetrisch geformt und zu den Rändern doppelt gezahnt. Die Blüten öffnen sich vor der Laubentfaltung. Zur Fruchtreife werden ringsum geflügelte Nüsschen sog. Scheibenflieger gebildet und vom Wind vertragen. Die Berg-Ulme erlangt nach etwa 20 Lebensjahren ihre Blühfähigkeit.

 

In welchem Lebensraum wächst sie?

Gemeinsam mit Berg-Ahorn und Esche wächst die Berg-Ulme in Schlucht- und schattigen Hangwäldern v.a. in Gebirgslagen mit luftfeuchtem Klima.

Wo kommt sie vor?

Auf nährstoff- und basenreichen, lockeren, humosen bis mäßig sauren Stein-,Lehm- und Tonböden. In der Rhön findet man die Ulme im Unterwuchs von Bergahorn und Eschen, mit zunehmender Größe drohen diese vom Ulmensterben befallen zu werden.

Noch was Wissenswertes:

Großgewachsene Ulmen sind in den heimischen Wäldern auf Grund des  Ulmensterbens nahezu nicht mehr auffindbar. Ursache dafür ist eine Pilzkrankheit, die die wasserführenden Gefäße des Baumes verstopft und er zur Folge rasch abstirbt. Der Pilz wird über den Ulmensplintkäfer verbreitet, der wiederum gesunde Bäume aufsucht. Eine erfolgreiche Bekämpfung das Ulmensterben aufzuhalten, war bisher nicht möglich. Zu hoffen ist, dass sich mit der Zeit resistente Ulmen herausbilden werden.

 

Foto: Cristof Martin, piclease.de


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