Mittlerer Lerchensporn

(Corydalis intermedia)

Wie sieht sie aus?

Der Mittlere Lerchensporn ist ebenso wie sein großer Bruder der Hohle Lerchensporn (Coydalis carva) ein Geophyt. Die sehr kleine Pflanze hat am Grunde des unverzweigten Stängels ein kleines bleiches Niederblatt und entwickelt nur 2-3 Blätter. Mit 2-5 Blüten ist die Blütentraube sehr armblütig, während der Hohle Lerchensporn etwa 10-20 Blüten aufweist und viel auffälliger erscheint. Oval, ganzrandig und unzerteilt sind die Tragblätter beider Arten. Purpurrot und höchstens 15 mm lang sind diese Blüten. Der Sporn am hinteren Ende der Blüte ist gerade. Er blüht von März bis April.

In welchem Lebensraum wächst sie?

Wald, bevorzugt in Laubwäldern, seltener auch in Hecken und Gehölzen.

Wo kommt sie bei uns vor?

An der Milseburg oder am Baier bei Dermbach besitzt der mittlere Lerchensporn etliche große Populationen.

Noch was Wissenswertes:

Gemeinsame Vorkommen beider Arten sind Voraussetzung für die Existenz des europaweit vom Aussterben bedrohten Schwarzen-Apollo-Falters. Zu den bedeutendsten Vorkommen in ganz Deutschland zählt die Rhön. Der Hauptgrund sind diese vitalen Lerchensporn-Bestände. Wegen dieser Eigenschaft als Schlüsselart gehört der Mittlere Lerchensporn zu den wichtigsten Zielarten im Biosphärenreservat Rhön.

 

Foto: Jürgen Holzhausen


Zurück zur Übersicht

Unsere Sponsoren

Weitere Sponsoren