Wiesensalbei

(Salvia pratensis)

Wie sieht sie aus?

Der Wiesensalbei wird etwa 60cm groß und entwickelt in der Blütezeit von Ende Mai bis August hell- bis mittelblaue Blüten. Eine Salbeipflanze kann mehrere Jahre alt werden und sie wird hauptsächlich durch Hummeln über den Salbei-Mechanismus bestäubt: Die Hummel steckt ihren Rüssel in die Blüte und durch eine Öse am unteren Hebelarm, um Nektar zu sammeln, dabei löst sie den Hebelmechanismus aus, wobei der verlängerte Staubbeutelarm auf den Rücken des Insekts schlägt und den Blütenstaub am haarigen Körper der Hummel abstreift. Anschließend wird der Pollen von der Hummel auf andere Salbeiblüten übertragen. Die Fruchtreife ist von Juli bis August und die Frucht besteht aus vier einsamigen, dunkelbraunen Teilfrüchten, die durch Wind oder Tiere (bleiben am Fell haften) verbreitet werden.

In welchem Lebensraum wächst sie?

Der Wiesensalbei liebt kalkhaltige, nährstoffreiche Böden in trockener und sonniger Lage. Deshalb findet man ihn vor allem auf Kalkmagerrasen und Halbtrockenrasen, aber auch auf Deponien, Holzablageflächen, in Parkanlagen und Gärten.

Wo kommt sie bei uns vor?

Im UNESCO-Biosphärenreservats Rhön wächst der Wiesensalbei z. B. im NSG Weyhershauk auf und am Rande von Kalkmagerrasen, sowie an trockenen Wald-, Weg- und Straßenrändern mit kalkhaltigem Boden.

Noch was Wissenswertes:

Schon im lateinischen Namen des Salbeis wird sein hauptsächlicher Verwendungszweck deutlich: Salvia leitet sich vom lateinischen „salvare“ – „heilen“ ab. Er wird heute noch als Tee- und Heilpflanze verwendet. So hilft die Pflanze bei Entzündungen, Husten, Blähungen, Hitzewallungen, Insektenstichen, Durchfall, Schweißausbrüchen und vielem mehr. Man sammelt ihn von Mai bis September. Somit kann man den Wiesensalbei ähnlich anwenden wie den kultivierten Gartensalbei. Der Wiesensalbei ist aber weniger gehaltvoll, deshalb wird eher sein Verwandter als Heilpflanze vorgezogen.

 

Wiesensalbei (Foto: Antje Deepen-Wieczorek, piclease.com)


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