Ein Artenreichtum an Blütenpflanzen, Bäumen, Sträuchern und Kräutern

Nur wenige Regionen Mitteleuropas sind auf vergleichbarem Raum so reich an Pflanzenarten und Pflanzengesellschaften wie die Rhön. Es ist eines der vorrangigen Ziele des UNESCO-Biosphärenreservats, diese biologische Vielfalt zu bewahren, denn es gehört gemäß der nationalen Biodiversitätsstrategie zu einem von 30 Hotspots der biologischen Vielfalt in Deutschland.

40 verschiedene Lebensraumtypen (nach Anhang I der FFH-Richtlinie) sind mit einem besonders hohen Flächenanteil in der Rhön vorhanden. Zu den 10 prioritär zu schützenden Lebensraumtypen gehören die flächenmäßig relevanten Berg-Mähwiesen, Borstgrasrasen, Trockenrasen (Lebensraum Grünland) und Buchenwälder. Jede hat ihre speziell angepasste Fauna. Im Frühjahr verwandeln sie sich in artenreiche Blütenteppiche. Auch zahlreiche seltene Orchideenarten finden hier ideale Bedingungen.

Nur rund ein Drittel der Rhön ist mit Wald bedeckt, das ist weit weniger als in anderen Mittelgebirgen. Standorttypisch sind in der Rhön die Laub(misch)wälder. Je nach Lage befindet sich die hier vorherrschende Rotbuche in Gesellschaft anderer Baumarten, wie Berg- oder Spitzahorn.

Reich ist die Rhön auch an Wasser, das in Quellen an die Erdoberfläche tritt und sich zu klaren Gebirgsbächen sammelt.  Im Uferbereich dieser Auen finden feuchte Standorte liebende Pflanzen ideale Bedingungen, von Schwarzerle und Weide über Mädesüß und Sumpfstorchschnabel bis hin zum großblättrigen Pestwurz.

Rotes und Schwarzes Moor sind Lebensraum-Unikate. Sie gehören zu den wenigen deutschen Hochmooren und gelten als westlichster Vorposten der Karpatenbirke.

So ist die Rhön aus Sicht der Botaniker eine Schatztruhe. Einige der Juwelen stellen wir in Steckbriefen vor.

Trockenrasen in der Thüringer Rhön (Foto: J. Holzhausen)

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