Online-Befragung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön 2016

So bewerten Rhöner die Entwicklung ihrer Heimat UNESCO-Biosphärenreservat Rhön!

Ergebnisse der Arbeitsgruppenphase und Online-Befragung münden ins neue Rahmenkonzept

Ein gutes Zusammenspiel von Mensch und Natur“, so ein Teilnehmer der Online-Befragung zur Frage: Was erwarten Sie sich von der nachhaltigen Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön in den nächsten 10 Jahren? Über den Sommer hatten alle Rhönerinnen und Rhöner die Möglichkeit, Wünsche und Erwartungen sowie Anregungen und Kritik über einen von den  Verwaltungsstellen initiierten Online-Fragebogen zu äußern. Die Ergebnisse werden mit den Beiträgen der Arbeitsgruppenphase in das neue Rahmenkonzept einfließen.

Onlinebefragung – und wie?

Nach intensiver Arbeit in elf thematischen Arbeitsgruppen gingen die Verwaltungsstellen des UNESCO-Biosphärenreservat Rhön im Bottom-Up-Prozess zur Erstellung des neuen Rahmenkonzepts im Sommer 2016 einen Schritt weiter:

Durch eine Online-Befragung (August – November 2016) hatten alle Rhönerinnen und Rhöner die Möglichkeit, Wünsche und Erwartungen für die Zukunft, aber auch Kritik zu den Entwicklungen in den letzten Jahren in ihrer Heimat mitzuteilen.

Von Gemeindeblättern über Zeitungen bis hin zu Homepages und Sozialen Medien wurde der Fragebogen auf allen möglichen Kanälen im gesamten Gebiet des UNESCO-Biosphärenreservats und darüber hinaus beworben. Für das Ausfüllen war ein Zeitrahmen von 5 bis 10 Minuten angesetzt, wobei die Befragten bei offenen Fragen ausführlicher antworten konnten. Insgesamt nahmen 1.839 Personen aus allen Regionen der Rhön daran teil.

Was sind die Ergebnisse?

Im Großen und Ganzen bewerten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die nachhaltige Entwicklung im UNESCO-Biosphärenreservat Rhön der letzten Jahre als positiv. Ihrer Meinung nach werden hier Landschaften, Lebensräume, Tiere und Pflanzen besonders geschützt und erhalten. Viele wünschen sich auch für die Zukunft einen weiteren Schutz der – wie oft geschrieben – „einzigartigen“ Natur. Umgekehrt sind viele bereit, durch ihr Verhalten in der Natur einen Beitrag zu Umwelt- und Naturschutz zu leisten. Dazu gehört beispielsweise keinen Müll auf den Wanderwegen zu hinterlassen oder Naturschutzvorschriften einzuhalten. Tatsächlich scheint der Arten- und Biotopschutz für die meisten Befragten eine Kernaufgabe von Biosphärenreservaten zu sein. Die Mehrheit der Teilnehmer (65 %) gibt zudem an, dass sie das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit dem Schutz der Natur und Landschaft verbinden.

Dass in UNESCO-Biosphärenreservaten, wenn man von „Modellregionen nachhaltiger Entwicklung“ spricht, nicht nur die ökologische, sondern auch die soziale und ökonomische Nachhaltigkeit wichtig ist, wissen viele der teilgenommenen Rhönerinnen und Rhöner. So verbinden 63% der Teilnehmer(innen) das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön mit dem Begriff „Heimat“. „Dass meine Heimat erhalten bleibt und sich so weiterentwickelt, dass ich den Ruhestand dort genießen kann und keine langen Wege für den täglichen Bedarf habe“, so eine Aussage zu den Erwartungen an die Zukunft. Ein weiterer schrieb hierzu: „Ich erwarte, dass die Kinder und Jugendlichen in ihrer Heimat eine Zukunft haben.“ Demographische Veränderungen werden von den Teilnehmer(inne)n als sehr schwerwiegend empfunden. Die Mehrheit der Befragten gibt zudem an, das Miteinander in den Kommunen würde zwar schon gefördert werden, aber noch nicht genug. Positiv ist wiederum: Viele zeigen sich bereit, sich durch ehrenamtliches Engagement in ihrem Dorf oder in ihrer Stadt für eine nachhaltige Entwicklung einbringen zu wollen.

Auch zur wirtschaftlichen Entwicklung der Region gibt es prägnante Aussagen. Viele wünschen sich für die Zukunft eine Stärkung der heimischen Wirtschaft. Vor allem die Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen sei hierbei sehr wichtig. Für einige schließt sich wiederum der Kreis zum demographischen Wandel: Durch Arbeitsplätze werden notwendige Lebensgrundlagen gesichert und einer Abwanderung der jungen Bevölkerung entgegengewirkt. Für eine Stärkung der ortsansässigen Betriebe und somit der regionalen Wirtschaftskreisläufe in ihrer Heimat bekunden viele ihre Bereitschaft, in Zukunft vermehrt regionale Produkte zu konsumieren.

Dass das UNESCO-Biosphärenreservat mit seinen Zielen und Aufgaben bei den Teilnehmern der Onlinebefragung angekommen ist, zeigen auch die vielen Projekte, die genannt wurden. Am häufigsten wurden der Sternenpark und die Dachmarke Rhön sowie zahlreiche Artenschutzprojekte wie Rotmilan, BirkhuhnWildkatze oder Rhönschaf genannt. Projekte zur Umweltbildung / Bildung für nachhaltige Entwicklung oder auch die Erweiterung des UNESCO-Biosphärenreservats im Jahre 2014 tauchten häufig in den Antworten auf. Für die Zukunft wünschen sich viele mehr Information zu und Beteiligung an den Prozessen in ihrer Heimat.

Als Anerkennung für ihre offenen und ehrlichen Meinungen wurden unter sechs Teilnehmer(innen) mit freundlicher Unterstützung der Dachmarke Rhön jeweils eine der sechs Rhönwiese-Geschenkboxen verlost.

Herzlichen Glückwunsch an:

  • Sybille Schüssler aus Heustreu - Gewinnerin der Geschenkbox "Kleinigkeit"
  • Tobias Schubert - Gewinner der Geschenkbox "Bunte Vielfalt"
  • Hans-Peter Leierer aus Salz - Gewinner der "Genusskollektion"
  • Andreas Kukuk aus Bad Kissingen - Gewinner der Geschenkbox "Prozentiges"
  • Hans-Jürgen Wünnenberg aus Dipperz - Gewinner der Geschenkbox "Bio"
  • Hubert Barth aus Hilders - Gewinner der Spezialitätentruhe

 

Wie geht es weiter?

Die Ergebnisse der Online-Befragung werden nun durch die Mitarbeiter(innen) der Verwaltungsstellen und der Trägervereine in die jeweiligen Kapitel des Entwurfs Rahmenkonzept UNESCO-Biosphärenreservat Rhön flankierend zu den Ergebnissen der abgeschlossenen Arbeitsgruppenphase integriert.

Den Endbericht zur Online-Befragung können Sie unterhalb der Bilder als pdf-Dokument downloaden.

Das neue Rahmenkonzept wird in drei Bänden publiziert und 2018 vorgestellt werden.

 

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Übergabe der Rhönwiese-Geschenkboxen an die Gewinner des Gewinnspiels "Online-Befragung UNESCO-Biosphärenreservat Rhön" - v. l. n. r. M. Kremer und T. Raab (Hess. Verwaltungsstelle), M. Geier (Bayer. Verwaltungsstelle), R. Braun (Thür. Verwaltungsstelle), P. Stühlinger (HMUKLV), B. Krämer (TMUEN), Gewinner H. Barth (Hilders), Gewinner A. Kukuk (Bad Kissingen), Gewinnerin Fr. Wünnenberg (Dipperz), J. Pain (StMUV), Gewinner H.-P. Leierer (Salz), S. Meinecke (Dachmarke Rhön), U. Schade (Rahmenkonzept Rhön), L. Majewski (Projektverantwortliche Online-Befragung)

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