Grundschule Brendlorenzen - Ökologischer Fußabdruck

Die Erde ist doch sooo riesig
Wie bringt man Grundschülern nahe, was ein Ökologischer Fußabdruck ist?

Ein wesentlicher Bestandteil des Projekts Biosphärenreservat an Schulen ist die Vermittlung von bewusstem Konsum und nachhaltigem Wirtschaften. Der Ökologische Fußabdruck ist eins der wichtigsten Schlagwörter in dieser Projektarbeit, die in diesen Wochen an acht Neustädter Schulen stattfindet. Doch wie bringt man Grundschülern die recht komplizierten Zahlenbeispiele nahe?

Wir verbrauchen zu viel Energie, zu viele Güter, wir haben mehr Hosen als die Menschen in den armen Ländern und wir haben tolle Autos, die andere nicht haben. Bis hierher kommen die Schüler der Klasse 2a der Volksschule Brendlorenzen mit Lehrerin Gudrun Schuhmann noch problemlos mit. Schließlich lernen sie selbst im Unterricht immer wieder, wie man auch als Zweitklässler schon etwas für das Klima tun kann. „Ich stelle beim Zähne putzen immer das Wasser ab!", sagt einer, „Wenn ich nicht in meinem Zimmer bin, dann schalte ich das Licht aus", ein anderer Schüler. Ihre Rolle in der globalen Klimawelt zu erkennen, das ist für die Grundschüler aber nicht so einfach. Was gar ein Ökologischer Fußabdruck ist, das können ja noch nicht mal die meisten Erwachsenen erklären.

Jiska Troppenz vom Biosphärenreservat Rhön versucht es mit anschaulichen Beispielen. Grundlage dessen ist der Wohlstand in deutschen Familien im Vergleich zur Dritten Welt. Den begreifen die Kinder ja problemlos. Und auf diesem Wege auch das Überverhältnis, mit dem in Deutschland mit Energie und Gütern umgegangen wird. Jeder Mensch, ob groß, ob klein, hat einen ökologischen Fußabdruck. Und der von den deutschen Schülern wie Erwachsenen, ist rund zweieinhalb mal größer als er sein dürfte. Das heißt im Umkehrschluss: Wir verbrauchen zweieinhalb mal zu viel Energie und Güter als es klimaneutral wäre. Aber wie lässt sich das ändern, wollen die Kinder der 2a wissen. „Wir müssen mit dem was wir haben, bewusster umgehen", sagt Jiska Troppenz. Energie sparen, Wasser sparen, den Kindern fallen jede Menge Möglichkeiten ein, ihren ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. So kann auch jeder einzelne etwas für das Klima tun. „Aber die Erde ist doch sooo riesig", sagt einer der Schüler. „Richtig", sagt Jiska Troppenz. Aber wenn alle 6,3 Milliarden Menschen auf der Welt so denken, dann geht das schief mit dem Klima.

Bad Neustadt

Text: Stefan Kritzer

 

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Foto: Anand Anders

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