Hammelburg - 17.07.2015Biosphärenreservat Rhön

Stadtportrait Hammelburg im Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats Rhön

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung: Er genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen dazu. Das sind 58.113 Hektar Erweiterungsfläche. Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

Wir möchten an dieser Stelle Hammelburg vorstellen:

 

Drei Fragen an Armin Warmuth, erster Bürgermeister seit dem 1. Mai 2014

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum UNESCO-Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern" oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Warmuth: Wenn neue Wege beschritten werden, die möglicherweise auch Einschränkungen mit sich bringen – in diesem Fall in der Bewirtschaftung –, dann gibt es immer auch Skepsis. Das ist vollkommen normal. Nachdem es sehr wichtig ist, die Menschen bei diesem Prozess mitzunehmen, war im Vorfeld ein intensiver Austausch und Abstimmungsprozess erforderlich.

Dabei haben uns die Chancen, die sich für die Region ergeben, sehr überzeugt. Der Stadtrat von Hammelburg sprach sich von Anfang an mit überwältigender Mehrheit für die Erweiterung des Biosphärenreservats Rhön aus und hat damit nach meiner festen Überzeugung eine wichtige Weichenstellung für die Entwicklung unserer Region getroffen.

 

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Warmuth: Das Biosphärenreservat Rhön ist ein herausragendes Beispiel für nachhaltige Entwicklung und die Bewahrung unserer einzigartigen Kulturlandschaft sowie ein Aushängeschild für den Natur- und Klimaschutz. In diesem Zusammenhang eröffnen sich auch viele Möglichkeiten im Bereich der Umweltbildung.
Insbesondere durch die weltweite Vernetzung und Bekanntheit des Biosphärenreservats Rhön werden unsere Bemühungen, den „sanften Tourismus“, weiter auszubauen und voranzutreiben erheblich unterstützt. Nachdem wir uns im Wettbewerb mit vielen anderen Regionen befinden, ist dies umso wichtiger.

Zudem wird die Identität unserer Region durch das Zusammenwirken der Gemeinden, die Einbeziehung unserer Bevölkerung und die Beteiligung zahlreicher Partnerbetriebe aus den verschiedensten Bereichen (z. B. Landwirtschaft, Weinbau, Gastronomie, Holzverarbeitung etc.) gestärkt. Die Schätze, die es bei uns gibt, können noch besser in den Vordergrund gestellt werden.

 

Worin besteht die „Mitgift" Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Stadt/Gemeinde dabei ist?

Warmuth: Das Saaletal bietet eine außerordentlich hohe Lebens- und Wohnqualität. Hammelburg nimmt dabei als urkundlich „älteste Weinstadt Frankens“ mit seiner reichhaltigen Geschichte eine besondere Stellung ein.

Wir haben eine Fläche von rund 50 Hektar als Kernzone zur Verfügung gestellt. Das Biosphärenreservat Rhön ist ein Alleinstellungsmerkmal und ein einzigartiges Prädikat, das der Stadt Hammelburg eine weitere Bedeutung und Aufwertung verleiht.

 

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Bad Kissingen, Bad Neustadt a. d. Saale, Bastheim, Mellrichstadt, Oberthulba

17.07.2015

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Burg Saaleck vor den Toren von Hammelburg (Foto: Jochen Vogler) und Weinberg in der Blocknews (Foto: Elfriede Böck)

Erster Bürgermeister der Stadt Hammelburg Armin Warmuth (CSU)

Rathaus von Hammelburg (Foto: Jochen Vogler)

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