Oberelsbach - 14.04.2015Biosphärenreservat Rhön

Stadtportrait Bad Neustadt a. d. Saale im Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung: Er genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen dazu. Das sind 58.113 Hektar Erweiterungsfläche. Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

 

Wir möchten an dieser Stelle Bad Neustadt a. d. Saale vorstellen:

Drei Fragen an Bruno Altrichter, erster Bürgermeister seit dem 1. Mai 1996

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern" oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Das Gebiet der Stadt mit seinen Stadtteilen ist weitreichend erschlossen und besiedelt. Dennoch erheben wir den Anspruch, diese Gegebenheiten mit Natur und Landschaft in Einklang zu bringen. Ökonomie, Ökologie und soziales Handeln sind Grundlagen unserer Politik. Deshalb war es dem Stadtrat wichtig, unsere Kommune in das Biosphärenreservat einzubeziehen. Es fiel uns nicht leicht, 50 Hektar des städtischen Waldes am Altenberg in die Kernzone einzubringen, stellt diese Fläche doch beinahe die Hälfte unseres Gesamtwaldbesitzes dar. Dennoch haben wir uns mit Überzeugung dazu entschlossen.

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Bad Neustadt ist umgeben von Naturschutzgebieten, FFH-Zonen und dem bevorzugten Lebensraum südlich der Rhön mit besonderer Klima- und Luftreinheit. Dennoch verbinden wir hier im Mittelzentrum Bad Neustadt diesen Anspruch an besondere Aufenthaltsqualität mit Industrie und Gewerbe. Wir wollen auch zukünftig diese sehr unter-schiedlichen, sich jedoch ergänzenden und gegenseitig stabilisierenden Säulen nutzen, uns als Ort der Beschäftigung, als Heilbad und Gesundheitsstandort im Biosphärenreservat weiterzuentwickeln.

Was bringt Ihre Kommune ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Stadt dabei ist?

Seit mehr als 150 Jahren ist Bad Neustadt/Bad Neuhaus Heilbad. Für dieses Prädikat sind neben den Heilmitteln, in unserem Fall die anerkannten Heilquellen, insbesondere Natur und Landschaft, Klima und Luftreinheit, wichtige Voraussetzungen. Diese Qualitäten für Leben, Gesundheit und Erholung bringen wir in das Biosphärenreservat ein.

Weitere Gemeinde- und Stadtportraits:

Bad Kissingen, Bastheim

14.04.2015

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Bruno Altrichter, Bürgermeister von Bad Neustadt a. d. Saale

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