Oberelsbach - 27.03.2015Biosphärenreservat Rhön

Stadtportrait Bad Kissingen im Erweiterungsgebiet des Biosphärenreservats

Im Juni 2014 traf der Internationale Koordinierungsrat der UNESCO eine weitreichende Entscheidung: Er genehmigte die Erweiterung des seit 1991 bestehenden UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Im bayerischen Teil gehören jetzt weitere 22 Kommunen dazu. Das sind 58.113 Hektar Erweiterungsfläche. Die Initiative zu diesem „Beitritt" ging wesentlich von den Kommunen selbst aus. Sie versprechen sich davon positive Entwicklungsimpulse. Denn in Biosphärenreservaten geht es um die Natur UND den Menschen. Ein harmonisches Miteinander stärkt das Ganze.

Wir möchten an dieser Stelle die Stadt Bad Kissingen vorstellen:

Drei Fragen an Kay Blankenburg, Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen seit 2008

Seit dem Sommer 2014 gehört Ihre Kommune zum Biosphärenreservat Rhön. Vorausgegangen ist ein komplexer Abstimmungs- und Entscheidungsprozess auf mehreren Ebenen. Gehörten Sie dabei zu den „Treibern" oder musste man Sie (und Ihre Gremien) erst überzeugen?

Die Stadt Bad Kissingen hat den – vor allem touristischen – Nutzen des Prädikats klar erkannt. Dennoch war natürlich auch Überzeu-gungsarbeit nötig, vor allem was die Bereitstellung der Kernzonen mit ihren Nutzungsbeschränkungen angeht. Das ist für eine Stadt, die ihren Waldbesitz wirtschaftlich nutzen muss, durchaus mit Einschränkungen verbunden.

Was verspricht sich Ihre Kommune vom Biosphärenreservat? Was haben Sie für Erwartungen an die Zukunft?

Bad Kissingen hat schon seit Jahrhunderten eine einmalige Mischung aus Kurstadt, Grün- und Parklandschaften IN der Stadt und viel Natur UM die Stadt herum. Das macht uns im touristischen Angebot so einzigartig. Natürlich ist das Biosphärenreservat auch ein toller Marketing-Aspekt, der in unsere Werbung einfließen wird. Damit können wir neue Kundenkreise erschließen und unseren bisherigen Gästen noch mehr bieten.

Auch für das Binnenmarketing ist das wichtig – sowohl was die Attraktivität für qualifizierte Arbeitskräfte angeht als auch als Ansied-lungsargument für Familien oder auch für ältere Menschen, die aus dem ganzen Bundesgebiet zu uns ziehen. Welche Stadt hat schon diese Mischung aus mondänem Kurflair, Gesundheits- und Kulturangeboten sowie einzigartiger Natur auf so kompaktem Raum zu bieten wir Bad Kissingen?

Worin besteht die „Mitgift" Ihrer Kommune? Was bringen Sie ein? Warum ist es für das Biosphärenreservat ein Gewinn, dass nun auch Ihre Stadt dabei ist?

Bad Kissingen ist Deutschlands bekannteste Kurstadt. So wie wir von der interessanten Ergänzung von Kur- und Gesundheit durch die Natur profitieren, ist es natürlich auch umgekehrt: Ein UNESCO-Biosphärenreservat mit einem der größten und bekanntesten europäischen Kurorte, bald vielleicht mit UNESCO-Weltkulturerbe-Status, das gibt es sonst nicht mehr auf der Welt.

27.03.2015

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Kay Blankenburg, Bürgermeister der Stadt Bad Kissingen seit Mai 2008

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