Gersfeld - 18.02.2009Biosphärenreservat Rhön

Neue Struktur der Fachforen bringt Arbeitsschub im Verein

Die Satzungsreform und die Neustrukturierung der Fachforen im Verein Natur- und Lebensraum Rhön haben sich positiv bemerkbar gemacht. Diese Einschätzung trafen jetzt der Vorsitzende des Vereins, Dr. Hubert Beier, und Geschäftsführer Martin Kremer. „Wir haben seitdem eine deutliche Wiederbelebung der Arbeit und eine große Akzeptanz der Mitglieder zu verzeichnen", sagte Beier.

Im ersten Halbjahr 2008 hatten lediglich drei Forensitzungen stattgefunden. Nach der Umstrukturierung im Sommer waren es hingegen bis zum Jahresende 13. Dabei arbeiten die Fachforen Wirtschaftliche Entwicklung & Tourismus, Kompetenzfeld Holz & Netzwerk Energie, Generationennetzwerk & Ausbildungsverbünde sowie Naturschutz & Kulturlandschaft in enger Abstimmung mit dem Vorstand. Als Beispiel dafür nennt Dr. Hubert Beier die Erarbeitung des Konzeptes für die künftigen Kernzonen im hessischen Teil des Biosphärenreservates Rhön. Diese Aufgabe habe der Vorstand gezielt in das Fachforum Naturschutz & Kulturlandschaft gegeben, um möglichst viele Beteiligte einzubeziehen.
Ein Schwerpunkt des Fachforums Generationennetzwerk & Ausbildungsverbünde ist es, ein Lehrlingswohnheim für den Ausbildungsverbund Rhöner Lebensmittel in Hilders zu initiieren. Die Lehrlinge des Bäcker- und Fleischerhandwerks, der Gastronomie sowie weiterer Lebensmittelbereiche hätten dann die Möglichkeit, in direkter Nähe zu ihren Ausbildungsbetrieben zu wohnen.
Das Fachforum Kompetenzfeld Holz & Netzwerk Energie hat sich im zurückliegenden Halbjahr intensiv mit regenerativen Energien beschäftigt und arbeitet eng mit ortsansässigen Heizungsbauern der Rhön zusammen. Im Herbst 2008 hatte das Forum selbstständig eine Energie-Exkursion organisiert. Darüber hinaus wurde im Forum eine Reihe von Förderprojekten beraten.
Das Fachforum Wirtschaftliche Entwicklung & Tourismus beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit der touristischen Entwicklung der Rhön sowie mit der Dachmarke Rhön. Außerdem setzt es sich intensiv mit dem so genannten „Masterplan Wasserkuppe" auseinander. „Dieses Fachforum verfolgt das Ziel, die sehr positiven Effekte des Deutschen Wandertages in weitere Projekte münden zu lassen und favorisiert gewissermaßen als Fortsetzung des Deutschen Wandertages einen jährlichen Rhöner Wandertag", erläutert Martin Kremer.
Neben dem Kernzonenkonzept beschäftigt sich das Fachforum Naturschutz & Kulturlandschaft derzeit auch mit der Grünlandnutzung und Grünlandförderung. Die Flächenförderungen seien im Dreiländereck der Rhön sehr unterschiedlich. Grünland habe aber einen hohen naturschutzfachlichen Stellenwert in der Rhön. „Wir wollen daher einen Vergleich der Förderprämien zwischen Hessen, Bayern und Thüringen erarbeiten und damit gezielt das Gespräch mit den Entscheidungsträgern suchen", kündigt Martin Kremer an.
2008 wurden vom Verein Natur- und Lebensraum Rhön im Zusammenhang mit dem Regionalen Entwicklungskonzept für den hessischen Teil des Biosphärenreservates Rhön insgesamt 50 Projekte bearbeitet. Rund 230 000 Euro Fördermittel wurden dafür bewilligt; davon allein 150 000 Euro für den Bereich regenerative Energien.
„Unsere vier Fachforen orientieren sich sehr stark am Regionalen Entwicklungskonzept. Wenn diese Themen abgearbeitet sind und neue Themen anstehen, ist es auch möglich, dass sich neue Foren etablieren. Wir sind also mit der Satzungsreform unseres Vereins deutlich flexibler geworden", schätzt der Vorsitzende ein.

18.02.2009

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