Gersfeld - 18.02.2009Biosphärenreservat Rhön

Im letzten Jahr rund 10 000 Menschen für das Biosphärenreservat Rhön begeistert

Das Jahr 2009 wird für den Thüringer Teil des Biosphärenreservates Rhön genau wie 2008 eine Reihe von Veranstaltungen bereithalten, zu denen die Verwaltungsstelle einlädt. Außerdem werden wieder Gäste aus den drei kanadischen Partner-Biosphärenreservaten erwartet, die sich - wie auf diesem Archivbild aus dem Jahr 2006 ersichtlich - sehr wohl in der Thüringer Rhön fühlten.

 

KALTENSUNDHEIM. 127 Veranstaltungen hatte die Thüringer Verwaltungs- stelle des Biosphärenreservates Rhön im vergangenen Jahr angeboten, davon 38, die sich speziell an Kinder und Jugendliche wandten. In erster Linie handelte es sich dabei um Exkursionen, Ausstellungen, Vorträge, Tagungen und um das traditionelle Jugendcamp in der Jugendbildungsstätte Schafhausen.

„Das waren mehr Veranstaltungen als 2006 und 2007", schätzt Karl-Friedrich Abe, der Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservats Rhön, ein. Insgesamt habe man mit allen Angeboten rund 10 000 Menschen erreichen können und damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der Region geleistet.
Das Jahr 2008, sagt Abe, sei insgesamt sehr stark von internationalen Begegnungen geprägt gewesen. Das habe bereits im Februar mit dem 3. Weltkongress der Biosphärenreservate im spanischen Madrid begonnen. Karl-Friedrich Abe hatte an diesem Ereignis mit anderen Vertretern des Biosphärenreservates Rhön teilgenommen und unter anderem in einer Ausstellung auf die besten Projekte der Rhön aufmerksam gemacht - vor 900 Gästen aus aller Welt.
Vor über 6 000 Delegierten aus 190 Ländern warb das Biosphärenreservat Rhön auf der UN-Naturschutzkonferenz im Mai in Bonn. Auf der „Straße der Vielfalt" präsentierten sich die Nationalen Naturlandschaften Thüringens mit einem eigenen Pavillon - neben dem Nationalpark Hainich und den Naturparken also auch die beiden Biosphärenreservate Vessertal und Rhön. Die UN-Naturschutzkonferenz hatte sich dem Thema Biodiversität, also der Artenvielfalt und ihrem Erhalt, gewidmet. „Dieser Anspruch hat uns auf vielen nationalen und regionalen Veranstaltungen 2008 weiter begleitet", meint Abe. Unter anderem habe es in Zella und Neidhartshausen die „Woche der Biodiversität" gegeben - mit Schmetterlings-, Fledermaus-, Vogel- und Pilzexkursionen, biologischen Wanderungen und Vorträgen.
Zum 2. Mal sah sich im Thüringer Teil des Biosphärenreservates Rhön ein Fernsehteam aus Südkorea um, das sich schwerpunktmäßig für die Entwicklung des „Grünen Bandes" in Frankenheim und Birx interessierte. Gäste aus sechs Anrainerstaaten des Kaukasus nahmen Ende des Jahres ebenfalls Einblick in erfolgreiche Projekte der Länder übergreifenden Zusammenarbeit im Biosphärenreservat Rhön. Karl-Friedrich Abe hatte sie an allen Tagen begleitet. Außerdem kamen Gäste aus Ungarn und Frankreich in den Thüringer Teil des Biosphärenreservates Rhön. Die Thüringer Verwaltungsstelle war auch wieder Ausrichter des 2. Länder übergreifenden Ornithologentreffens im Landschulheim Schafhausen und beteiligte sich mit den Junior-Rangern am Treffen aller Juniorranger Deutschlands im Nationalpark Bayerischer Wald. An der traditionellen Schüler-Winter-Sternwanderung zum Schwarzen Moor nahm die Grundschule von Frankenheim teil.
Die begonnene Partnerschaft mit drei kanadischen Biosphärenreservaten wurde ebenfalls gepflegt, hebt Karl-Friedrich Abe hervor. In diesem Jahr soll es einen weiteren Besuch der Kanadier im Thüringer Teil der Rhön geben. „Wir legen jedoch nicht nur Wert auf die nationale und internationale Kommunikation, sondern in erster Linie auf die Zusammenarbeit mit den Partnern direkt vor Ort", sagt der Leiter der Thüringer Verwaltungsstelle. Unter anderem setzte sich die Institution dafür ein, dass die Mastodon-Ausstellung in Kaltensundheim nun auch im Internet zu sehen ist. „Wir müssen mit den Besonderheiten unserer Region stärker wuchern. Nur so können wir etwas bewegen, Gäste in die Region bringen und eine höhere Wertschöpfung erreichen. All das sind kleine Bausteine zur Steigerung des Bekanntheitsgrades unserer Heimat und Entwicklung der Region", so Karl- Friedrich Abe.
Mit dem Briefmarkenverein Meiningen gab es erstmals eine Zusammenarbeit, als Gemeinde Unterweid und die Thüringer Verwaltungsstelle des Biosphärenreservates Rhön zu einer Ehrung für Otto Arnold, einen bedeutenden Rhönbotaniker aus Unterweid, eingeladen hatten. Der Briefmarkenverein hatte aus Anlass dieses Tages einen sehr gelungenen Sonderstempel und Sonderkarten angefertigt, der eine große Resonanz in der Region und auch darüber hinaus gefunden hat. Die Werbung für die Rhön, für Unterweid, das Anliegen des Biosphärenreservats Rhön und nicht zuletzt für das wunderschöne Hobby des Briefmarkensammelns wurden auf unzähligen Briefen in die Welt verschickt. „Mit den Philatelisten haben wir ein Klientel erreicht, zu dem wir vorher gar keine Beziehung hatten. Auch in diesem Jahr planen wir eine Aktion mit ihnen", kündigt Abe an.
Das Jahr 2009 wurde in Deutschland von Europarc, der Interessenvertretung der Nationalparke, Biosphärenreservate und Naturparke, als das „Jahr der Biosphärenreservate" ausgerufen. „Auf der Bundesgartenschau in Schwerin werden sich alle 13 deutschen Biosphärenreservate als, ,Großfamilie' präsentieren", sagt Abe. Durchschnittlich habe die Bundesgartenschau 1,5 Millionen Besucher. „Vor diesem Hintergrund bedeutet die Teilnahme daran eine enorme Werbung für die gesamte Rhön. Neben den Mitarbeitern der Verwaltungsstellen werden auch regionale Akteure, allen voran die Gastronomie, aktiv für die Rhön werben." Eine erste regionale Veranstaltung zum „Jahr der Biosphärenreservate" wird es im April in Kaltensundheim geben. Die Hauptveranstaltung soll am 14. Juni in Helmershausen stattfinden. Die Thüringer Landtagspräsidentin wird im Mai erwartet. Im Sommer zieht die Verwaltungsstelle um - in die Propstei von Zella. In diesem Zusammenhang, erklärt Abe, wird eine neue, große Dauerausstellung vorbereitet.

 

 

 

18.02.2009

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