Gersfeld - 18.02.2009Biosphärenreservat Rhön

Biosphärenreservat Rhön verbindet 75 Kinder und Jugendliche aus Bayern, Hessen und Thüringen

Die Juniorranger aus Hessen und Thüringen und die „Wanderratten" aus Bayern trafen sich am Wochenende am Schwarzen Moor zu einer gemeinsamen Aktion.

Kreativität und Teamarbeit gefördert

Bei knackigem Frost und reichlich Schnee entstand ein Iglu

RHÖN. Das Biosphärenreservat Rhön vereint momentan 75 Kinder und Jugendliche aus allen drei Teilen der Rhön. Sie haben sich den Juniorrangern in Hessen und Thüringen sowie den „Wanderratten" in Bayern angeschlossen. Am Wochenende trafen sich 30 von ihnen, um gemeinsam ein Iglu zu errichten.

Die Länder übergreifenden Treffen zwischen den Juniorrangern und den „Wanderratten" sind inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Bei der Organisation arbeiten die Ranger der Naturwacht im hessischen Teil des Biosphärenreservates Rhön, die Mitarbeiter der Thüringer Verwaltungsstelle sowie das Umweltbildungsteam des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. eng zusammen. „Bei den ersten Treffen haben sich noch kleine Gruppen gebildet, aber jetzt funktioniert die große Gemeinschaft wirklich gut", schätzt Hubert Stumpf ein, der einen Teil der hessischen Juniorranger betreut. Er und Rolf Friedrich von der Thüringer Verwaltungsstelle waren am Wochenende für die Betreuung der Kinder und Jugendlichen am Umweltbildungshaus des Vereins Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. am Schwarzen Moor verantwortlich. Gastgeber für das Treffen waren diesmal die „Wanderratten".
„Wir wollen in diesem Jahr mindestens noch drei weitere Länder übergreifende Aktionen starten", kündigt Hubert Stumpf an. Passend zum Winter ging es am Wochenende darum, gemeinsam ein Iglu zu bauen. „Unser Ziel ist es, die Kreativität der Kinder und Jugendlichen zu fördern, sie mit der Natur des Biosphärenreservates Rhön bekannt zu machen und die Teamarbeit in den Vordergrund zu stellen", ergänzt er. Bei den Teilnehmern löste der Bau des Iglus Begeisterung aus. „Sie konnten sehen, wie aus einem kleinen Schneehaufen ein Raum mit dicken Schneewänden wird, in dem man sogar die Nacht verbringen kann", meint Rolf Friedrich. Trotz der Außentemperaturen von mehr als minus sieben Grad, ergänzt Hubert Stumpf, herrschen dann im Inneren aufgrund der Körperwärme rund drei bis vier Grad. „Mit der geeigneten Ausrüstung ist es also gar kein Problem, darin zu übernachten."
Im Frühjahr werden die Juniorranger und „Wanderratten" zusammen an der jährlich stattfindenden Birkhuhnzählung auf der Langen Rhön teilnehmen, gibt Rolf Friedrich einen Ausblick. Mit einem Bus werden dann alle, die wollen, im Sommer zum bundesweiten Juniorranger-Treffen in den Harz fahren. Im Herbst geht es richtig an die Arbeit: „Dann wollen wir uns aktiv in die Landschaftspflege im Biosphärenreservat Rhön einbringen", meint Hubert Stumpf.
Hessen hat mit 40 Jungen und Mädchen momentan die meisten Juniorranger. Sie werden in zwei verschiedenen Gruppen betreut. In Thüringen beteiligen sich 20 Kinder an diesem Angebot. Zu den „Wanderratten" gehören 15 Jugendliche. In Zukunft, sagt Hubert Stumpf, sollen alle Juniorranger ein einheitliches Emblem bekommen, um nach außen ihr Interesse für das UNESCO-Biosphärenreservat Rhön zu symbolisieren. „Und ein ganz großes Ziel von uns allen ist es, einen Sponsor zu finden", wünscht sich Stumpf.
Wer sich für eine Mitarbeit bei den Juniorrangern oder den „Wanderratten" interessiert, kann Kontakt zu den drei Verwaltungsstellen des Biosphärenreservates Rhön und in Bayern am besten zum Verein Naturpark & Biosphärenreservat Bayerische Rhön e.V. in Oberelsbach aufnehmen.

 

18.02.2009

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