Fulda - 16.06.2010Biosphärenreservat Rhön

Lupinen gefährden wertvolle Magerrasen

Aufdüngung des Bodens führt zu Vegetationsveränderung / am Weiherberg wird versucht durch zweimalige Mahd der weiteren Ausbreitung Herr zu werden

 

RHÖN. Des einen Freud, des anderen Leid. Während sich viele Wanderer im Juni an der blau-lila blühenden Lupine erfreuen, bereitet die Ausbreitung der Bestände in den Hochlagen der Rhön dem Naturschutz Sorgen. Die gebietsfremde Art stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde 1890 erstmal in Bayern nachgewiesen. Lupinen reichern den Boden mit Stickstoff an. Dies führt zu einer Aufdüngung des Bodens und damit zu einer auf den Magerrasen problematischen Vegetationsveränderung. Arten wie Silberdistel, Teufelskralle und Wiesenknöterich werden verdrängt.

 

Ein Beispiel ist der Weiherberg beim Grabenhöfchen. Dort haben sich inzwischen Lupinenstauden großflächig verbreitet. Mit einer zweimaligen Mahd will das Biosphärenreservat Rhön versuchen, der weiteren Ausbreitung Herr zu werden. Rhön-Ranger Hubert Heger leitet in Absprache mit dem betroffenen Landwirt den Einsatz. „Wir wollen versuchen, mit der Sense zu einem frühen Blühzeitpunkt die Pflanzen zu entnehmen und planen spätestens für Anfang August einen zweiten Schnitt.“ Laut Untersuchungen des Staatlichen Landesbetriebs Eichhof besteht so die Chance, in einem mehrjährigen Prozess die Pflanzen zurück zu drängen und die Silberdistelbestände zu schützen.

16.06.2010

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